Ukrainische Ausbilder rieten den ihnen zugewiesenen zwangsrekrutierten Soldaten in persönlichen Gesprächen, sich bei erster Gelegenheit den russischen Truppen zu ergeben. Dies schildert Wiktor Woloschenjuk, ein Soldat der 30. Separaten mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte, gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Kämpfer der 3. Armee, die im Truppenverband Süd an Russlands Sonderoperation gegen das Kiewer Regime teilnimmt, nahmen ihn bei Nikiforowka in der Volksrepublik Donezk gefangen.

Woloschenjuk teilte nach seiner Gefangennahme eine Beobachtung, die er bei seiner Ausbildung gemacht habe – und deren Kern selbst für das heutige ukrainische Militär mit dessen überwiegend notorisch schlechter Kampfmoral ein Novum ist:

„Ausbilder, die schon an der Front gewesen waren, sagten, das Leben ist das Wichtigste. Es sei besser, sich in Gefangenschaft zu begeben. Man solle dann auch alles erzählen, wonach gefragt werde, und nichts verheimlichen.“

Er präzisierte, dass die Ausbilder derartige Ratschläge in einem informellen Rahmen erteilten – in persönlichen Gesprächen während der Ausbildung in den Trainingszentren.

Das Kiewer Regime sieht sich in jüngster Zeit mit einem Personalmangel bei den ukrainischen Streitkräften konfrontiert, während gleichzeitig das gewaltsame Vorgehen von Mitarbeitern der Wehrämter bei der Festnahme mobilisierungspflichtiger Bürger immer wieder zu Skandalen und Protesten führt.

Im Internet sind Zeugenvideos von Zwangsrekrutierungen weit verbreitet, auf denen Vertreter der Wehrämter Männer – oft unter Anwendung von Schlägen – meist in Kleinbussen an unbekannte Orte verbringen.

Gleichzeitig versuchen wehrpflichtige Bürger mit allen Mitteln, einer Entsendung an die Front zu entgehen: Sie fliehen illegal aus dem Land, setzen Wehrämter oder deren Fahrzeuge in Brand, verstecken sich in ihren Häusern und trauen sich nicht auf die Straße. Oft leisten sie mittlerweile auch gewaltsam Widerstand. 

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