Hätten Passagiere und Besatzungen von Flydubai-Flug 1073 bis zur Ankunft in Jordanien nicht die Kontrolle über das Flugzeug wieder übernommen, wären israelische Kampfflugzeuge in den jordanischen Luftraum entsandt worden.
Diese hätten das Flugzeug notfalls abgeschossen, wie israelische Quellen „mit direkter Kenntnis der Lage“ gegenüber CBS News berichteten.
Aktionsplan eines 9/11 Vorfalls
Israel hatte Jahre damit verbracht, sich auf ein 9/11-ähnliches Entführungsszenario vorzubereiten, und als die israelische Luftwaffe versucht hatte und dabei gescheitert war, mit dem Flugzeug in Kontakt zu treten, wurde sofort ein Notfallkommandozentrum eingerichtet. Israels Luftraum wurde geschlossen und die Jets waren gestartet, um schließlich dann doch zurück zu kehren, nachdem das Flugzeug abgedreht und eine Notlandung in Saudi-Arabien getätigt hatte.
Wäre das Flugzeug aber weitergeflogen, hätte das Kommandozentrum Premier Netanjahu kontaktiert, der die endgültige Entscheidung über das Schicksal des Flugzeugs und seiner 182 Passagiere und Besatzung treffen hätte müssen.
Hannibal-Direktive
Es wäre somit nicht für Israel gewesen, eine Version seiner Hannibal-Direktive einzusetzen, um die IDF anzuweisen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, bis hin zum Töten Unschuldiger, um die Entführung israelischer Bürger zu verhindern. Wobei bekannt ist, dass diese Direktive am 7. Oktober ja bereits angewandt worden war.
Was allerdings Flydubay Flug 1073 betrifft werfen sich für Journalisten weiterhin Fragen dazu auf. Was genau also war dieser Vorfall, eine versuchte Entführung durch einen Einzelgänger-Extremisten oder ein False-Flag-und inszenierter PR-Stunt von Netanjahu, um dem Iran die Schuld zuzuschieben. Oder um die Israelischen-Golf-Beziehungen zu stärken und weltweit Sympathie für Israel zu erzeugen.
Nur ein Tag vor dem Vorfall, hatte Netanjahu ein Video veröffentlicht, mit der Warnung vor einer, nicht näher bezeichneten „Sicherheitsbedrohungen“ für Israel.
Überdies unternahm er Tage zuvor eine geheime Reise in die VAE, um Scheich Mohamed bin Zayed zu treffen, Gerüchten zu Folge soll es dabei um die „offizielle Version“ des Kenntnisstandes Netanjahus zu den Geschehnissen vom 7. Oktober gegangen sein.
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