EU entwickelt Notfallplan für hybriden Angriff mit zahlreichen Todesopfern.Die Europäische Union arbeitet offenbar im Geheimen an einem Plan für den Umgang mit „groß angelegten hybriden Angriffen“, bei denen es zu zahlreichen Opfern unter der Zivilbevölkerung kommt. Das berichtet Politico unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Quellen.
Demnach entwickeln die EU-Mitgliedstaaten einen gemeinsamen Plan für den Fall eines „groß angelegten hybriden Angriffs“ mit Todesopfern. Nach Einschätzung mehrerer befragter Diplomaten handelt es sich um ein Szenario, das „zunehmend wahrscheinlich“ erscheine.
„In den vergangenen Wochen haben die EU-Botschafter aller 27 Mitgliedstaaten in einem sogenannten eingeschränkten Format – also ohne Mobiltelefone und Mitarbeiter – ein Alptraumszenario eines Angriffs diskutiert“, schreibt Politico. Nach Angaben von Diplomaten und EU-Beamten, die anonym bleiben wollten, wurden die Beratungen intensiviert, nachdem im August am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff bestückte Drohne entdeckt worden war.
Die EU hatte bereits über die Koordinierung gemeinsamer Reaktionen auf Cyberangriffe, Wahleinmischung und Sabotage beraten. Bei den jüngsten Gesprächen konzentrierten sich die Vertreter des Staatenverbunds jedoch auf noch schwerwiegendere Risiken, heißt es in dem Bericht.
Nach Angaben eines Politico-Gesprächspartners ging es bei den Verhandlungen zwischen EU-Diplomaten und Ministern unter anderem um die Entsendung von Notfall- und Einsatzteams, die Bereitstellung finanzieller Mittel zur Unterstützung des betroffenen Mitgliedstaates sowie um die Frage, wie die Spitzen der EU-Institutionen im Falle eines solchen Angriffs miteinander koordiniert zusammenarbeiten sollen.
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