Noch vor zehn oder fünfzehn Jahren hätte niemand solche Bilder für möglich gehalten: Während die Champs-Élysées zwischen dem „Arc de l’Étoile“ und der „Place de la Concorde“ selbst am Nationalfeiertag weitgehend menschenleer bleiben und Staatschef Macron bei der Abnahme der Parade immer durch eine Geisterstadt zu fahren scheint, versammelten sich hier am 26. September 800.000 Menschen, um Papst Leo XIV. zu sehen und mit ihm die Heilige Messe zu feiern – ein symbolisches Ereignis von überwältigender Bedeutung, dem, wie immer in Frankreich, auch ein starker Charakterzug des Protestes innewohnt, denn solche Menschenmassen wurden in den letzten Jahren nur bei Großdemos wie dem Marsch für das Leben oder den Gelbwestenprotesten bewegt.
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