Einer Umfrage zufolge hat die AfD ihren Vorsprung vor der Union auf Bundesebene ausgebaut. Wenn nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 28 Prozent und hätte damit einen Prozentpunkt mehr als zuletzt, teilte das ZDF zu seinem „Politbarometer“ mit. In der Befragung verliert die CDU/CSU einen Punkt und landet mit 21 Prozent weiterhin auf Platz 2.

Die Grünen bleiben unverändert bei 14 Prozent, die SPD verbessert sich um einen Punkt auf 13 Prozent, die Linke verharrt bei 12 Prozent. Die FDP verliert einen Punkt und landet bei drei Prozent. Alle anderen Parteien kommen unverändert auf zusammen neun Prozent. Darunter ist keine Partei, die mindestens drei Prozent erreichen würde. 

Weiter hieß es unter Berufung auf die Umfrage, nur 28 Prozent der Befragten glaubten, dass es Bundeskanzler Friedrich Merz im Großen und Ganzen gelingen werde, seinen vermeintlichen „Reformkurs“ fortzusetzen.

Eine große Mehrheit erwartet zudem ein vorzeitiges Ende von Merz‘ Kanzlerschaft. 65 Prozent glaubten nicht, dass Friedrich Merz bis ​zur nächsten ​regulären Bundestagswahl im Frühjahr 2029 Bundeskanzler bleibe. 79 Prozent meinten, ⁠Merz mache als Bundeskanzler einen eher schlechten Job.

Auch der sogenannte Tankrabatt scheint die Befragten nicht mehr vom Können des Kanzlers zu überzeugen. Am Freitag haben Bundestag und Bundesrat grünes Licht für den neuerlichen Tankrabatt gegeben. Mit diesem sollen von Anfang Oktober bis Ende Dezember die hohen Spritpreise um 17 Cent je Liter Diesel und Benzin gedrückt werden. Kritiker bemängeln, dass Merz und die Bundesregierung zu spät gehandelt hätten. So hielt die AfD-Fraktion im Bundestag Merz neben der Verzögerung auch einen generell zu geringen Tanrabatt vor.

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