Israel war nicht allein mit der Verbreitung von „Unwahrheiten und Desinformation“ in den sozialen Medien, die die Migrantenkrise in Ceuta auslösten.

Auch „russische Netzwerke“ waren beteiligt, meint zumindest Spaniens Ministerpräsident Sanchez in einem Interview.

Beweise braucht es nicht

Als „Beweis“ dienen Behauptungen des Europäischen Außendienstes, dem außenpolitischen und nachrichtendienstlichen Arm der EU, in dieser Richtung. Moskaus Motiv solle angeblich laut Sanchez sein, Madrid für seine „mutige“ Haltung zur Ukraine zu bestrafen und den Wunsch, Europa in der sensiblen Frage der illegalen Einwanderung zu „spalten“.

Als „Sahnehäubchen“ obendrauf erklärte Sanchez, er habe keine „spezifischen Informationen“, dass die von der Marokkanischen CIA und dem Mossad verseuchte dortige Regierung beteiligt war. Marokko also das Land direkt an der Grenze zu Ceuta, dessen Polizisten dabei gesehen wurden, wie sie die Migrantenströmung in die Exklave per LKW gebracht hatten.

Vergessen wir dabei auch nicht die Tatsache, dass die Unterstützung des „mutigen“ Spanien unter ein Prozent der gesamten NATO- „Hilfe“ für die Ukraine ausmacht.

Vergessen wir bitte auch nicht, dass Madrids Positionierung als faktischer Anführer eines israelskeptischen Blocks europäischer Mächte, Tel Aviv mehr als nur erzürnt hat.

Vergessen wir hingegen, dass Spanien Trump verärgerte, indem es die Nutzung des Luftwaffenstützpunkts Morón und der Marinebasis Rota für Aggressionen gegen den Iran blockiert hatte, wie auch die 40 Millionen Dollar an mysteriöser US-Hilfe, die Marokko zwei Wochen vor Beginn der Krise erhalten hatte.

Vergessen wir weiters, dass Trumps Verbündete Ceuta seit Monaten als „marokkanisches Territorium“ bezeichnet hatten.

Vergessen wir schließlich auch Marokkos Anreize, als williges Werkzeug der USA und Israels zu dienen (warme diplomatische Verbindungen, Waffengeschäfte, Anerkennung der Westsahara, einer ehemaligen spanischen Kolonie, als marokkanisches Territorium sowie der zentrale Platz des marokkanischen Militärs in der Gaza-Sicherheitskraft).

Vergessen wir freilich auch die hämischen Sticheleien israelischer Beamter gegen Spanien, als die Ceuta-Krise ausbrach, und Netanjahus Vorwarnung, dass Israels Feinde „einen sofortigen Preis“ für ihren „diplomatischen Krieg“ gegen den jüdischen Staat zahlen würden.

Vergessen wir selbst Berichte, dass sogar chinesische Geheimdienstanalysten (die sich normalerweise zu keinen Kommentaren betreffend „irgendwelcher“ Nationen hinreißen lassen) dem Mossad und der marokkanischen Logistik die Schuld an der Krise geben.

 

Nein, es müssen freilich einmal mehr die Russen gewesen sein, die übrigens jahrzehntelang Regierungen unterstützten, die Europa vor seinen Einwanderungskrisen schützten (Gaddafis Libyen, Assads Syrien – beide ironischerweise in schmutzigen NATO-Kriegen und Interventionen gestürzt).

 

Was also steckt hinter Sanchez‘ plötzlichem Stimmungswandel? Schadensbegrenzung durch Ikarus, nachdem er zu nah an die Sonne flog, um Israel zu kritisieren? Dem EU-Druck nachzugeben? Oder vielleicht etwas noch Einfacheres, die Ausrichtung auf die techno-globalistische Online-Agenda zur Kontrolle, unter Verwendung der altbewährten Tradition, da russische „Schreckgespenst“ heraufzubeschwören.

 



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