Für Anfang September ist in Moskau eine wichtige wirtschaftliche Veranstaltung geplant: In der russischen Hauptstadt soll schon zum siebten Mal das russisch-chinesische Unternehmerforum ausgetragen werden. Im Vorfeld des Events hat Boris Titow, Sondervertreter des russischen Präsidenten für Beziehungen zu internationalen Organisationen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, einige Zahlen genannt, welche die positive Handelsdynamik zwischen Moskau und Peking widerspiegeln.

Vor Journalisten sagte Titow am Mittwoch, dass der Warenumsatz zwischen den beiden Ländern im Zeitraum von Januar bis Juli 2026 schon 159,24 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet 136,43 Milliarden Euro erreicht habe. Zum Vergleich verwies er auf den Warenumsatz zwischen Russland und Deutschland, bevor die EU zahlreiche Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg eingeführt hatte. Titow zufolge habe das Handelsvolumen in den besten Jahren der russisch-deutschen Beziehungen knapp über 100 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet 86 Milliarden Euro gelegen.

Darüber hinaus gab der Sondervertreter des russischen Präsidenten bekannt, dass in Russland mit Stand vom 13. Mai 2026 rund 15.500 Unternehmen mit Gründern oder Mitgründern aus dem Reich der Mitte eingetragen gewesen seien – gegenüber 1.400 im Jahr 2021. Laut Titow entwickelten sich insbesondere Wirtschaftszweige wie E-Commerce, Handel, Logistik, Bauwesen und der Dienstleistungssektor.

Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergei Lawrow bei einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi Ende Juli erklärt, dass der Warenumsatz zwischen Russland und China im ersten Halbjahr 2026 um 25 Prozent gewachsen sei. Für das Gesamtjahr prognostizierte der russische Chefdiplomat einen neuen Rekord im bilateralen Handel und kündigte aktive Kontakte auf höchster Ebene an. 

Das russisch-chinesische Unternehmerforum findet vom 10. bis zum 11. September statt. Voraussichtlich werden daran mehr als 600 Firmen aus den beiden Ländern teilnehmen. Zur Diskussion stehen Themen wie digitale Technologien, Künstliche Intelligenz, Innovationen in der Landwirtschaft, Bildung im Geschäftsbereich sowie die Entwicklung des Tourismus und der Kreativwirtschaft. Geplant sind außerdem Workshops zu Außenhandel und Logistik.

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