Bunte Perlen spielen eine wichtige Rolle in der Kultur des Samburu-Volks. Krieger schenken sie traditionell jungen Mädchen. Doch der schöne Schmuck kommt nicht ohne Gegenleistung:
Die Männer dürfen mit ihnen Sex haben, wann immer sie wollen.
Die Perlenmädchen dürfen jedoch nicht schwanger werden. Wenn es passiert, müssen die Krieger eine Kuh als Strafe zahlen und die Perlenmädchen werden zur Abtreibung gezwungen.
Verheiratete Frauen kümmern sich um Haus und Kinder. Zuvor müssen sie jedoch beschnitten werden. Das verlangt die Tradition. Die Mitgift wird in Kühen bezahlt. Mit der Hochzeit geht die Frau in den Besitz des Mannes über. Es kostet ihm 7 Kühe.
Alle Frauen werden zu Opfern weiblicher Genitalverstümmelung. So will es die Tradition, dabei sind Sex mit Minderjährigen und die Beschneidung von Frauen auch in Kenia gesetzlich verboten.
Mit 9 Jahren soll ein Mädchen beschnitten und an einen alten Mann verheiratet werden
„Beschneidung ist eine Folter“,
sagt eine Frau des Stammes. „Sagt das doch ruhig in eurem Video, alle sollen das wissen“.
Sie erklärt, wie kompliziert eine Geburt werden kann, wie schmerzhaft die Folgen der Verstümmelung sein können.
Schutzhaus für Frauen – Samburu Girls Foundation
Gegen diese Tradition kämpft Josephine Kulea, selbst eine Samburu-Frau. Sie versucht in den Dörfern Aufklärung zu leisten, die Mädchen vor dem sexuellen Missbrauch zu retten und ihnen durch Bildung eine Perspektive zu bieten.
Doch 80 Prozent aller Samburu sind Analphabeten und viele sehen keinen Sinn darin, ihre Töchter in die Schule zu schicken. Ein Film über die verlorene Kindheit der Perlenmädchen in Kenia von Weltspiegel Reportagen.
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