„Wie die Brandmauer gegen die AfD die deutsche Politik kaputtmachte“ titelte der britische Economist. Untertitel: „Die Absicht, die weit Rechte von Regierungsämtern fernzuhalten, mündete in ihrer Stärkung.“ In Sachsen-Anhalt liege die AfD in Umfragen bei mehr als 40 Prozent. Die Brandmauer sei inzwischen zum „Organisationsprinzip des öffentlichen Lebens“ geworden. In den Kommunen funktioniere sie jedoch längst nicht mehr. Bitterfelds CDU-Oberbürgermeister Armin Schenk verweise darauf, dass viele Entscheidungen ohne die 15 AfD-Mitglieder im 40-köpfigen Stadtrat kaum möglich seien. Verfehle die AfD die absolute Mehrheit knapp, bräuchte die CDU alle übrigen Parteien gegen die AfD. Einige CDU-Politiker hofften deshalb insgeheim sogar auf eine absolute AfD-Mehrheit, berichtet das Magazin. Historiker Andreas Rödder kritisiere, die CDU habe nie ernsthaft über ihren Umgang mit der AfD diskutiert.

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