Die Vereinigten Staaten haben ihren NATO-Verbündeten ein Dokument zugesendet, um sie über die Unterstützung der Politik des US-Präsidenten zu befragen. Dies berichtete am 14. August die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf informierte Quellen.

Nach Angaben der Agentur sollen die Befragten angeben, ob sie Washingtons Politik „öffentlich unterstützen“ sowie Einschränkungen der Nutzung von US-Militärbasen und Waffenkäufen bei US-Unternehmen melden.

Bloombergs Quellen erklärten, dass sie die Versendung des Fragebogens als den Versuch einer „ideologischen Gleichschaltung“ im Austausch gegen den Schutz der USA gewertet haben. Die Agentur bringt die Initiative mit Plänen der Trump-Administration, die militärische Präsenz der USA in Europa zu revidieren.

Ein NATO-Sprecher verzichtete auf einen Kommentar zur Versendung des Dokuments gegenüber Bloomberg, bestätigte allerdings, dass die Allianz mit Washington im Hinblick auf eine Revision der militärischen Präsenz in Europa zusammenarbeite. Der Generalsekretär der NATO, Mark Rutte, bezeichnete eine Reduzierung der US-Präsenz in Europa als eine „logische und positive“ Entscheidung vor dem Hintergrund der steigenden Militärausgaben Europas und Kanadas.

Zuvor hatte der Fernsehsender CNN im Juli berichtet, dass Trump eine Reduzierung der US-Truppenstärke in Europa um ein Drittel erwäge, um den NATO-Staaten ein „Signal“ zu geben.

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