Der Ministerausschuss der OPEC+ zur Überwachung der Produktionsbeschränkungen, dem Saudi-Arabien, Russland, der Irak, Kuwait, Kasachstan, Nigeria, Algerien und Venezuela angehören, hat seine tiefe Besorgnis angesichts der zunehmenden Angriffe auf Energieanlagen zum Ausdruck gebracht. Eine entsprechende Erklärung wurde auf der offiziellen Webseite der Organisation erdölexportierender Länder veröffentlicht. In der Mitteilung heißt es:

„Der Ausschuss äußerte zudem seine Besorgnis über die Angriffe auf die Energieinfrastruktur und wies darauf hin, dass die Wiederherstellung der beschädigten Energieanlagen bis zur vollen Leistungsfähigkeit ein kostspieliger und langwieriger Prozess ist, der sich insgesamt auf die Verfügbarkeit der Energieversorgung auswirkt.“

Der Überwachungsausschuss betonte zudem, dass jegliche Maßnahmen, die die Sicherheit der Energieversorgung untergraben – seien es Angriffe auf die Infrastruktur oder Störungen auf internationalen Seewegen –, die Marktvolatilität verstärken und die Bemühungen der OPEC+ zur Stabilisierung des globalen Energiemarktes im Interesse sowohl der Produzenten als auch der Verbraucher schwächen.

Zuvor wurde berichtet, dass sich sieben OPEC+-Länder – Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und Oman – auf eine planmäßige Anhebung der Ölförderquoten auf 188.000 Barrel pro Tag geeinigt haben. „Im Rahmen der gemeinsamen Verpflichtung zur Aufrechterhaltung der Stabilität des Ölmarktes haben die sieben Mitgliedsländer beschlossen, die Fördermengen um 188.000 Barrel pro Tag gegenüber den im April des Jahres 2023 angekündigten zusätzlichen freiwilligen Maßnahmen anzupassen“, heißt es in dem Dokument der Organisation.

So erhöht sich die Quote Russlands um 62.000 Barrel pro Tag ‒ um denselben Betrag steigt auch die Quote Saudi-Arabiens. Die übrigen Mitglieder der Allianz haben vereinbart, die verbleibenden 64.000 Barrel pro Tag untereinander aufzuteilen. Dabei plant die OPEC+ von Oktober bis zum Jahresende, den weiteren Anstieg der Ölförderung vollständig einzufrieren.

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zwingen jedoch zu Anpassungen dieser Pläne. Angesichts des Wechsels zwischen Eskalation und Beruhigung im Konflikt bleiben die Ölpreise äußerst volatil. So überschritten die Brent-Futures in der vergangenen Woche die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel, fielen jedoch nach einer Pause der Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran wieder unter 90 US-Dollar.

Während des Konflikts wurden wiederholt Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen. Dies führte zu unvorhersehbaren Lieferausfällen, erschwerte die Entscheidungen der OPEC+ über die Fördermengen und verstärkte die Schwankungen der Ölpreise.

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