Die Iranische Revolutionsgarde (IRGC) hatte „die britische Monarchie, die die Hauptursache für das Unglück der Völker unserer Region war“, aufgefordert, ihre Bilanz nicht weiter zu belasten, indem sie US-B-1-strategischen Bombern Zugang zur RAF Fairford gewährt.
Weiters war seitens des Iran gewarnt worden, dass „jede Basis, die für Aggressionen gegen iranisches Territorium genutzt wird für uns ein legitimes Ziel“.
Spannungseskalation führt unweigerlich zu Gegenschlägen
Sollten also die Spannungen eskalieren, könnten diese britischen Ziele für iranische Gegenangriffe zu „bevorzugten“ Zielen werden.
- Unter anderem wären das dann, Kriegsschiffe der Royal Navy in der Golfregion, der Iran hatte Großbritannien und Frankreich bereits zuvor vor einer „entschlossenen und sofortigen Reaktion“ gewarnt, falls ihre Kriegsschiffe versuchen sollten, unangemeldet durch die Straße von Hormus zu fahren.
- Ein weiteres Ziel könnte auch Diego Garcia sein, die strategische gemeinsame US-UK-Basis im Indischen Ozean, die die britische Regierung den USA im März für „spezifische Verteidigungsoperationen zur Schwächung“ iranischer Raketenstellungen und -fähigkeiten „zur Verfügung gestellt hatte“. Die Basis liegt rund 4.000 km vom Iran entfernt und liegt in Reichweite der iranischen Khorramshahr-4-Raketen sowie der ultralangreichenden Shahed-136B- und Shahed-149-Gaza-Drohnen.
- Auch die RAF Akrotiri auf Zypern, die in sehr geringer Reichweite vom Iran entfernt und mit der überwiegenden Mehrheit seiner Kurz- und Mittelstreckenraketen und -drohnen erreichbar ist. Die Hisbollah hatte bereits am 1. März ihre Fähigkeit demonstriert, diese Basis anzugreifen, indem sie einen Hangar beschädigt hatte, der von U-2-Spionageflugzeugen, britischen Öltankern und britisch verbundenen Energieinfrastrukturen im Nahen Osten eingesetzt wurde, wie zum Beispiel BPs Joint Venture-Öl- und Gasaktivitäten in den VAE und im irakischen Kurdistan.
- Weiters könnten auch britische Streitkräfte auf der Al Udeid Air Base in Katar, dem regionalen operativen Hauptquartier der RAF, der Al Minhad Air Base in den VAE, der UK Naval Support Facility Bahrain (Marinestützpunkt mit ständiger Präsenz der Royal Navy), der Al Musannah Airbase und der Joint Logistics Support Base in Oman zu Zielen werden.
Der ehemalige Verteidigungsminister John Healey hatte bereits im März bekannt gegeben, dass iranische Gegenangriffe auf US-Stützpunkte am 28. Februar in Bahrain innerhalb von „ein paar hundert Yards“ von rund 300 britischen Soldaten entfernt gewesen waren. Unabhängig davon hatte sich britische Truppen in einer irakischen Basis rund 400 Meter von einem iranischen Angriff entfernt befunden.
Sollte also das Vereinigte Königreich der US-israelischen Koalition beitreten und der Iran folglich auf „direkte Zielerfassung umstellen“, würden britische Streitkräfte in der Region beim nächsten Mal zweifelsfrei wohl weniger Glück haben.
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