Am 2. Oktober 1989 erschien in dem SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“ ein Kommentar zu den DDR-Müden, die im Palais Lobkowitz in Prag kampierten, der bundesdeutschen Botschaft, bis sie schließlich per Zug über das DDR-Territorium in den Westen ausreisen durften. Der zentrale Satz des Artikels lautete: „Man sollte ihnen keine Träne nachweinen“. Unter dem Text stand nur das Kürzel der Nachrichtenagentur ADN (Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst). Später stellte sich heraus, dass der DDR-Staatschef den Tränen-Satz persönlich hineinredigiert hatte. Es handelte sich also um den allerechtesten Honecker. Historische Sätze finden manchmal neue Nutzer. Das, was der gekränkte Generalsekretär seinen entsprungenen Mündeln nachrief, wiederholte Karl Lauterbach im Juli 2026 zwar unter etwas anderen gesellschaftlichen Umständen (falls man Anteile an einer GmbH hält, fällt zwar Wegzugssteuer an, aber jeder darf raus), dafür aber fast wortgleich via X.

Der Beitrag Das Land von Karl Honecker und Abdul Polizeibekannt erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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