Zwei deutsche Politiker haben in der vergangenen Woche Gespräche mit russischen Vertretern geführt – dies hat laut dpa der Präsident von Aserbaidschan, Ilcham Alijew, bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz anlässlich seines Staatsbesuchs in Berlin bestätigt. Auf entsprechende Pressefragen erklärte Merz, er wisse nichts von einem solchen Treffen.
Alijew bestätigte, nach Informationen seines Grenzschutzes seien am 12. Juli Ronald Pofalla (CDU), unter Merkel von 2009 bis 2013 Kanzleramtschef, und Matthias Platzeck (SPD), von 2002 bis 2013 Ministerpräsident von Brandenburg, mit einem Flug aus Berlin in Baku eingetroffen. In den Folgetagen seien dann der ehemalige russische Ministerpräsident Wiktor Subkow und der russische Menschenrechtsbeauftragte Waleri Fadejew nach Baku gereist, die beide Vertraute Putins seien, so dpa.
Allerdings betonte Alijew, weiter wisse er nichts darüber, und fügte noch hinzu: „Wenn dieses Treffen zum Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine beitragen sollte, können wir das nur begrüßen.“
Bei den beiden deutschen Politikern stellt sich allerdings die Frage, welchen Einfluss sie heute noch besitzen, beziehungsweise, wer sie mit einem solchen Treffen beauftragt haben könnte. Angesichts der Distanz zwischen Merz und Merkel wäre ein Merkel-Mann selbst als heimlicher Emissär für Merz eher unwahrscheinlich.
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