Der 95-jährige Warren Buffett, Vorstandsvorsitzender des US-Unternehmens Berkshire Hathaway, kritisierte den Aktienmarkt und erklärte, dass dort spekulativer Handel eine größere Rolle spiele als langfristige Investitionen. Dies teilte er in einem Interview mit dem Fernsehkanal CNBC mit. Der Vorsitzende von Berkshire Hathaway erklärte, dass es derzeit schwierig sei, den tatsächlichen Wert von Vermögenswerten zu ermitteln. Der Investor betonte, dass sich bedeutende Anlagemöglichkeiten immer seltener böten und einen geduldigen Ansatz erforderten. Seinen Worten zufolge tauchen lukrative Angebote manchmal sehr schnell auf, doch meistens habe ein Investor großes Glück, wenn er innerhalb von ein paar Jahren einen einzigen lohnenden Vermögenswert finde. „Da die Menschen so viel Spaß am Glücksspiel haben, bringt es mehr Geld ein, Spieler anzulocken, als Investoren auszubilden“, fügte der Milliardär hinzu.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Buffett scharf zur Lage am Aktienmarkt äußert. Im Mai hatte er die Märkte mit einer „Kirche, an die ein Casino angebaut ist“ verglichen und dabei langfristiges wertorientiertes Investieren der wachsenden Begeisterung für kurzfristige Spekulationen gegenübergestellt. Außerdem kritisierte er den Kauf und Verkauf von Tagesoptionen und bezeichnete diesen Handel als „Glücksspiel“.
Zudem berichteten die Medien, dass Warren Buffett Pläne angekündigt habe, seine verbleibenden Berkshire-Hathaway-Aktien innerhalb der nächsten acht Jahre an die Wohltätigkeitsstiftungen seiner Kinder zu übertragen. Damit wird er sich vollständig von seiner Beteiligung an der Investmentgesellschaft trennen. Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten hat der Milliardär beschlossen, Mitte des Jahres keine Spende an die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung zu leisten und diese nicht auf die Liste der Organisationen aufzunehmen, die künftig Spenden erhalten sollen. Dies geschah, nachdem das US-Justizministerium Dokumente veröffentlicht hatte, die auf Verbindungen zwischen Bill Gates und Jeffrey Epstein hindeuten.
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