Die Bundeswehr ist personell chronisch schwach aufgestellt. Politisch war dies über Jahrzehnte hinweg so gewollt – trotz umfangreicher „out-of-Area“-Einsätze: etwa auf dem Balkan (1995 bis heute), in Afghanistan (2001 – 2021) oder Mali (2013 – 2023). Dafür, so meinte man, würde es reichen. Aus den einst (1985 bis 1987) rund 495.000 Soldaten wurden es jedenfalls in Zehnjahresschritten jeweils rund 100.000 weniger. 1993: 399.000; 2003: 284.000; 2013: 184.000 (2011 war die Wehrpflicht ausgesetzt worden). Aktuell sind es 186.000. Die Ankündigung von US-Präsident Obama ab 2014, Europa müsse mehr für die eigene Verteidigung tun und die USA würden sich mehr in Richtung Pazifik orientieren, verhallte. Erst der Überfall Russlands auf die Ukraine vom 24. Februar 2022 wurde zum Weckruf. Der damalige Kanzler Olaf Scholz (SPD) rief drei Tage danach eine “Zeitenwende“ aus.

Der Beitrag Bundesregierung will mehr aktive Reservisten heranziehen erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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