Luigi Pantisano, der weithin unterschätzte Vorsitzende der Linkspartei, hat eine von der Öffentlichkeit bisher zu wenig bemerkte, von einigen sogar falsch verstandene kulturelle Großtat vollbracht, mehr noch, man wird ihn künftig Luigi, den Befreier nennen. Er hat uns erlöst von der Herrschaft eines niederdrückenden, eines deprimierenden und vor allem diskriminierenden und ja auch toxischen Begriffs, der übrigens umso toxischer war, je unschärfer er blieb. Doch nun ist aus dem hypercodierten, polysemantischen Begriff Faschismus oder Faschist, der Existenzen vernichtete, ein einfaches, ganz banales Schimpfwort geworden, sozusagen ein Schoßhündchen, das hin und wieder einmal knurrt.
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