Nach der Ernennung von Bill Pulte zum amtierenden Direktor der US-Nachrichtendienste (Director of National Intelligence, DNI) anstelle der zurückgetretenen Tulsi Gabbard haben laut CNN-Berichten vom 23. Juni 2026, die sich auf Quellen mit Sachkenntnis berufen, massive Entlassungen im Amt des DNI (ODNI) begonnen. Eine der Quellen habe erklärt:
„Entlassungen im ‚tiefen Staat‘ haben begonnen.“
Jedoch habe sich der CNN-Gesprächspartner geweigert, den genauen Umfang der Entlassungen preiszugeben. Dem US-TV-Netzwerk zufolge werden diese Maßnahmen vor allem das Zentrum für Terrorismusbekämpfung und das Zentrum für Spionageabwehr betreffen. Die Fraktion der Demokratischen Partei der USA im Kongress sprach sich vehement gegen die Umstrukturierung aus und argumentierte, dass die Massenentlassungen, die auf die bereits für 2025 geplanten Personalreduzierungen folgen, die Nation gefährden würden. In einem Schreiben zweier Abgeordneter – je einer aus der Unter- und aus der Oberkammer des US-Parlaments – an Pulte heißt es:
„Angesichts Ihrer mangelnden Erfahrung im Nachrichtendienstbereich ist es schwer vorstellbar, dass Sie sich in so kurzer Zeit bereits ein fundiertes Bild darüber angeeignet haben, wie man Kürzungen im Amt des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste vornehmen kann, ohne die nationale Sicherheit zu gefährden. Bedeutende strukturelle Änderungen am ODNI, eingeschlossen Personalkürzungen, sind kein angemessener Schritt für jemanden, der diesen Posten als Amtierender bekleidet – erst recht, sie ohne Rücksprache mit dem Kongress vorzunehmen –, und Sie sollten davon absehen.“
Pulte wurde Anfang Juni von US-Präsident Donald Trump vorübergehend zum amtierenden Direktor des Nationalen Nachrichtendienstes ernannt. Er behält zudem seine Positionen als Leiter der US-Wohnungsbaufinanzierungsbehörde sowie der Hypothekenagenturen Fannie Mae und Freddie Mac.
Der US-Präsident selbst hatte betont, dass er vom amtierenden Geheimdienstchef Einsparungen im Geheimdienstbereich erwartet. Wie das CNN letzte Woche berichtete, forderte Pulte an seinem ersten Arbeitstag, dem 19. Juni, eine Liste der zu entlassenden Mitarbeiter an. Indes sollen die Mitarbeiter im Falle des ODNI gemäß Trumps erklärter Weisung nicht tatsächlich entlassen, sondern wieder ihren jeweiligen „ursprünglichen“ Behörden, Diensten und Agenturen unterstellt werden.
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