Im Kongo begehrt die Bevölkerung gegen das Ebola-Regime der WHO auf. Nunmehr zum wiederholten Male wurden Ebola-Behandlungszelte von einer wütenden Menge in Brand gesetzt.
Erster Ausbruch bereits 1908
Der erste medizinisch nachweisbare Ausbruch von Ebola im Kongo erfolgte bereits 1908, zu Zeiten des „grausamen“ belgischen Monarchen Leopold. In einer längst aufgelassenen Missionsstation hatte man in Paraffin eingelegte medizinische Proben entdeckt, datiert mit 1908, in denen der Erreger bereits nachgewiesen werden konnte.
Eine lange „Tradition“ im Umgang mit dem üblen Erreger
Innerhalb weniger Tage hatten also in der ostkongolesischen Provinz Ituri zweimal wütende Bewohner Ebola-Behandlungszelte angezündet. Wie auch der Spiegel vergangene Woche über einen Vorfall berichtet hatte, Misstrauen und Widerstand gegen das Ebola-Regime dürften jedoch weit größer sein. Viele Menschen, auch im angeblichen „Epizentrum“ sehen offenbar keine große, schwere Seuche.
Aufstände von Polizei niedergeschlagen
Auch am 21. Mai 2026 kam es im Rwampara General Hospital nahe der Provinzhauptstadt Bunia zu schweren Tumulten. Freunde und Angehörige eines beliebten lokalen Fußballers, der an Ebola gestorben sein soll, wollten die Leiche für eine traditionelle Bestattung abholen. Doch die Klinik verweigerte die Freigabe des Leichnams entsprechend den „Infektionsschutzrichtlinien“ der WHO. Die Menge setzte daraufhin zwei Isolationszelte in Brand. Sechs Personen, die mit Ebola infiziert gewesen sein sollen, waren daraufhin im Chaos geflohen. Mit Tränengas und Warnschüssen musste die Polizei den Aufstand niederschlagen.
Zwei Tage später folgte dann noch ein ähnlicher Vorfall. Diesmal direkt im von der WHO auserkorenen „Epizentrum“ der Epidemie. Lokale Medien, wie auch die staatliche Presseagentur hatten ebenfalls über den Vorfall berichtet.
Nach dem Tod eines katholischen Priesters wollten Angehörige der Gemeinde den Leichnam holen. Sie schenkten den Angaben der NGO Ärzte ohne Grenzen keinen Glauben, wonach der Priester an Ebola verstorben sei.
Infizierte sind geflüchtet
Daraufhin stürmten sie das Behandlungszentrum, setzten eine Zeltanlage in Brand und zwangen dadurch das Personal zur Flucht. Abermals konnten mehrere Ebola- „Verdachtsfälle“ (die Zahl variiert zwischen 13 und 18) flüchten. Man kann sich ausmalen, wie freiwillig diese Personen dort gewesen waren und wie schwer krank sie tatsächlich sind, wenn sie augenblicklich die Flucht ergreifen konnten. Es gibt auch keinerlei Berichte, wonach die „Verdachtsfälle“ wieder aufgefunden worden wären.
Krankenhausdirektor Dr. Richard Lokudi verurteilte freilich den Angriff scharf, „wir verurteilen diese Tat aufs Schärfste. Sie hat Panik unter dem Personal ausgelöst und Verdachtsfälle in die Bevölkerung entlassen.“ Radio Okapi hatte dazu später gemeldet, „Rückkehr zur Ruhe“ in Mongbwalu, doch die Geflohenen sind weiterhin unauffindbar.
Radio Okapi hatte seit Tagen von wachsendem Misstrauen in der Bevölkerung berichtet. Viele Menschen denken, Ebola sei „erfunden“ oder diene ausländischen Organisationen nur dazu, Geld zu verdienen. Besonders aber das Verbot der Bestattung sorgt offenbar für massive Konflikte. Hinzu kommen auch noch grundlegende soziale und politische Unruhen in der Region. Radio Okapi ruft Kirchen und traditionelle Autoritäten dazu auf, zu kooperieren. Ob das aber ohne den Einsatz von Polizei und Staatsgewalt möglich sein wird ist mehr als fraglich.
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