Mirra Andrejewa hat am Samstag das Damen-Finale der French Open in beeindruckender Manier gewonnen. Die 19-jährige Russin besiegte die polnische Qualifikantin Maja Chwalińska mit 6:3, 6:2 und sicherte sich damit ihren ersten Grand-Slam-Titel.
Andrejewa, die als Nummer 8 der Welt ins Turnier gegangen war, dominierte das Finale von Beginn an. Nach dem ersten Break gab sie kaum noch Spiele ab, gewann die meisten langen Ballwechsel deutlich (49:26) und nutzte fünf von neun Breakchancen. Sie verlor im gesamten Turnier nur einen Satz und bestätigte ihren Ruf als eine der reifsten und stärksten Spielerinnen ihrer Generation. Mit diesem Sieg wird sie zur jüngsten Roland-Garros-Siegerin seit Monica Seles 1992.
Geboren am 29. April 2007 in Krasnojarsk, zog Mirra Andrejewa mit ihrer Familie später nach Cannes in Frankreich, um ihre Tennis-Karriere optimal zu fördern. Sie wird von der ehemaligen Weltklassespielerin Conchita Martínez trainiert. Ihre Schwester Erika ist ebenfalls Profi-Tennisspielerin.
Andrejewa hat bereits in jungen Jahren für Furore gesorgt: Mit 16 Jahren erreichte sie 2023 das Achtelfinale in Wimbledon. In Paris war sie zuvor schon mehrfach weit gekommen. 2025 gewann sie mehrere WTA-Titel, darunter zwei WTA-1000-Events, und stieg bis auf Platz 5 der Weltrangliste auf. Nun hat sie den großen Durchbruch geschafft.
Im Finale traf sie auf eine Märchen-Gegnerin: Die 24-jährige Chwalińska (Weltranglistenplatz 114) hatte sich als Qualifikantin sensationell durch das Feld gekämpft. Mit neun Siegen in Folge, darunter Upsets gegen Top-Spielerinnen wie Zheng Qinwen, schrieb sie Tennis-Geschichte. Die Polin überwand in den letzten Jahren Depressionen und Knieverletzungen – ihr Weg ins Finale war eine der inspirierendsten Geschichten des Turniers.
Nach dem Match zeigte Chwalińska Sportsgeist: „Du bist so jung und talentiert, das ist so nervig!“, soll sie lachend zu Andrejewa gesagt haben. Beide Spielerinnen zeigten gegenseitigen Respekt.
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