Mindestens 16 Schülerinnen kamen ums Leben und Dutzende wurden verletzt, als in einem Schlafsaal in einem Internat in Kenia ein Feuer ausbrach, teilten die Behörden mit.

Der Brand entstand kurz nach Mitternacht am Donnerstag, in der höheren akademischen Mädchenschule Utumishi in der Stadt Gigil, so Innenminister Kipchumba Murkomen.

Etwa um 12:45 Uhr begann das Feuer in einem zweistöckigen Gebäude, in dem die Schülerinnen der Lehranstalt untergebracht sind, die von mehr als 800 Mädchen besucht wird. 79 Schülerinnen wurden bei dem Vorfall verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Die meisten sind bereits wieder entlassen worden, während sieben in stabilem Zustand weiter im Krankenhaus verbleiben sollen, so Murkomen.

Ersthelfer, darunter auch Sicherheitsorgane und Feuerwehrleute, brachten das Feuer etwa gegen 3 Uhr morgens unter Kontrolle.

Acht Schülerinnen wurden unter dem Verdacht festgenommen, mit dem Brand zu tun zu haben. Am Freitag erklärte die Kriminalpolizei (DCI): „Vorläufige Ermittlungen haben acht Schüler als Personen identifiziert, die mit der Planung und Durchführung eines vermuteten Brandanschlags zu tun haben.“

Die Identifizierung der Opfer wird weiterhin unter Einbeziehung von Gesundheitsbehörden und Ermittlern der DCI fortgesetzt.

Kenias Präsident William Ruto drückte gegenüber den Familien der Opfer sein Beileid aus und sagte, das Land betrauere den Verlust junger Leben.

„Unsere Herzen und Gebete sind mit den Familien, die ihre geliebten Töchter verloren haben“, schrieb Ruto auf X. Er fügte hinzu, dass es vorrangige Aufgabe der Regierung sei, den Überlebenden beizustehen und die betroffenen Familien zu unterstützen, während die Ermittler daran arbeiteten, die Ursache des Brandes zu bestimmen.

Diese Tragödie ist die letzte in einer Serie tödlicher Brände in Schulen in Kenia, die wiederholt Bedenken bezüglich der Sicherheitsstandards in Internaten ausgelöst haben. Im September 2024 starben mindestens 21 Jungen, nachdem in der Hillside Edarasha Academy im Bezirk Nyeri ein Schlafsaal Feuer fing. Die Opfer im Alter zwischen 10 und 14 schliefen, als der Brand ausbrach.

Einer der schlimmsten derartigen Vorfälle ereignete sich im Jahr 2001, als ein Brand in der Kyanguli Secondary School im Bezirk Machakos 67 Schüler tötete. Später schlossen die Ermittler, das Feuer sei absichtlich von zwei Schülern gelegt worden.

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