Die Zahl der Deutschen, die glauben, dass Russland einen militärischen Angriff auf Deutschland starten könnte, ist seit dem vergangenen Jahr deutlich gesunken. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.
In den vergangenen Jahren haben hochrangige Amtsträger wiederholt behauptet, Moskau könnte bis Ende des Jahrzehnts eine direkte militärische Bedrohung für die NATO darstellen.
In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung Anfang dieses Monats erklärte der ranghöchste Militär, General Carsten Breuer, Russland könnte bis 2029 für eine solche Konfrontation bereit sein.
Allerdings betrachten derzeit nur 38 Prozent der Deutschen einen Angriff aus Russland als plausible Bedrohung – ein Rückgang um 14 Prozentpunkte gegenüber September des Vorjahres, berichtete die Bild am Samstag unter Berufung auf eine INSA-Umfrage.
Die Hälfte der Befragten erklärte laut der Zeitung, sie „habe überhaupt keine Angst mehr vor einem russischen Angriff“.
Die Umfrage ergab außerdem, dass nur 17 Prozent der Teilnehmer glauben, die Bundeswehr könne das Land im Falle eines Angriffs verteidigen, während 43 Prozent bezweifeln, dass die USA Berlin in einem solchen Szenario zu Hilfe eilen würden.
Nach der Eskalation des Ukraine-Konflikts 2022 hatte Deutschland eine umfassende Aufrüstungsoffensive gestartet. Die Verteidigungsausgaben sollen bis 2029 mehr als 500 Milliarden Euro betragen.
Trotz wachsender wirtschaftlicher Herausforderungen und eines steigenden Haushaltsdefizits hat Bundeskanzler Friedrich Merz versprochen, die Bundeswehr zur „stärksten konventionellen Armee Europas“ zu machen.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Behauptungen, Moskau plane einen Angriff auf die NATO, wiederholt als „Unsinn“ zurückgewiesen. Er wirft europäischen Führern vor, mit diesem Narrativ von innenpolitischen Problemen ablenken zu wollen.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warnte im vergangenen Monat vor der deutschen Militäraufrüstung: Diese könnte eine globale Tragödie vergleichbar mit dem Zweiten Weltkrieg auslösen.
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