Scott Ritter, ex US-Marine Offizier & UN-Waffeninspektor, sorgte auf dem Kanal „Deep Dive” von Lt. Col. Daniel Davies mit seinen Aussagen für Aufsehen, wonach selbst EU-Staaten mit indirekter Kriegsbeteiligung sich direkte Militärschläge von Russland zuletzt noch einhandeln würden.

Was EU-Staaten gemäß Scott Ritter aufgrund ihrer
Kriegsbeteiligung gegen Russland künftig erwarten könnte

Von REDAKTION | Scott Ritter machte in seinem jüngsten Auftritt auf dem Podcast Deep Dive von Daniel Davies deutlich, das sich das Konfliktpotential zwischen EU-Staaten und Russland durch Erklärungen gewisser EU-Mitgliedsländer drastisch verschärft und eine neue Dimension negativer Natur erreicht hätte. Darunter fällt das Säbelrasseln von EU-Staaten, wie insbesondere folgende Verlautbarung:

Wir (BRD & Co) bereiten uns aktiv auf einen Krieg gegen Russland in den Jahren 2029–2030 vor!

Scott Ritter kommt auf Sergey Karaganow, den bekannten russischen Hardliner zu sprechen, der gegen die laufenden Grenzüberschreitungen des kollektiven Westens auch vor dem Einsatz von Atomwaffen nicht zurückschreckt. Das wird von Scott Ritter deutlich zurückgewiesen und von ihm als „Karaganow-Irrtum“ bezeichnet. Ritter vertritt die Ansicht, dass ein angenommener Einsatz von Nuklearwaffen die atomare Abschreckung aufheben und zuletzt in einer globalen Katastrophe enden würde. Das wäre von allen Atommächten gemeinsam anzuerkennen. Die russische Nukleardoktrin definiere aus gutem Grund, dass Atomwaffen nicht präventiv eingesetzt werden dürfen. Neben der offenen Kriegsrhetorik der großen EU-Staaten, wäre laut Ritter die „Nuklearisierung europäischer Militärdynamik“ für Russland nicht weniger inakzeptabel.

EU-Europa hätte inzwischen schon zu viele rote Linien überschritten: Beispielsweise lasse es Langstreckenwaffen, geschützt gegen russische Angriffe auf seinem eigenen Territorium produziereen, doch gäbe sie schließlich zusammen mit nachrichtendienstlichen Informationen an die Ukraine weiter, um „Russlands strategische Tiefe“ so verdeckt angreifen zu lassen. So würde die russische Energieinfrastruktur im Hinterland attackiert, was für Russland nicht „länger hinnehmbar“ wäre. Zuletzt hätte man die russische Militär-Fabrik für ballistische Raketen in Votkinks, welche Iskander-M, Topol M und Oreshniks herstellt, mit einer Flamingo-Rakete angreifen lassen: Es wäre eine von „den Briten gebaute Rakete, deren Steuerung von den Deutschen und Zieldaten von NATO stammten,“ gewesen!

Dies hätte für Russland eine unhaltbare Realität geschaffen, welche die Stimmung gegen EU-Europa inzwischen zum völligen Kippen brachte. Dmitri Medwedew, der derzeitige stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates, hätte sich dazu klar geäußert und EU-Europa mit der Auslöschung gedroht, sollten „diese Spiele“ noch länger anhalten!

Scott Ritter geht davon aus, dass die USA EU-Europa im nächsten „großen Krieg gegen Russland“ nicht unterstützen würden. Laut Ritter käme NATO Artikel 5 dafür nicht zum Tragen – Scott Ritter dazu wörtlich:

„Artikel 5 ist kein Automatismus. Ich meine, wer Artikel 5 der NATO-Charta gelesen hat, versteht, dass dafür Konsultationen vorgesehen sind. Es würden Entscheidungen getroffen, welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen wären. Ein russischer Angriff auf Europa stellte zum jetzigen Zeitpunkt keinen Angriff auf NATO dar. Es wäre ein Angriff auf aktive Teilnehmer des Ukraine-Konflikts. Genau darin läge der Haken: Denn Deutschland ergreift innerhalb der Ukraine Maßnahmen gegen Russland, doch bleibt damit außerhalb des NATO-Rahmens. Das Gleiche gilt für Großbritannien und andere Nationen.

 Die NATO hat diese [Drohnen-]Fabriken nicht gebaut. Deutschland hat diese Fabriken gebaut. Das Vereinigte Königreich hat diese Fabriken gebaut. Diese Fabriken fallen nicht unter den Schutz von Artikel 5, denn es handelt sich um Nationen, die in bewaffnete Konflikte verwickelt sind. Sie sind in bewaffnete Konflikte verwickelt: Das besagt das Kriegsrecht. Sie befinden sich in einem bewaffneten Konflikt mit Russland! Wenn Russland also mit gleicher Münze zurückzuschlagen würde, löste das nicht NATO Artikel 5 aus. Zugleich würden viele Nationen innerhalb der NATO sagen, Deutschland habe sich das selbst zuzuschreiben. Es hat sich nicht darum bemüht, eine einheitliche Position in dieser Sache zu finden. Andere haben das nicht unterstützt und würden daher nicht mitziehen! Die Vereinigten Staaten werden dabei an erster Stelle stehen…“

Der Iran habe der Welt vor kurzem gezeigt, wie man mit zwei Atommächten auch konventionell fertig werden könne. Genauso würde es Russland auch mit EU-Europa machen. Ritter meint, dass Russland eine Handvoll Ziele in EU-Staaten auswählen werde, wie z.B. Fabriken zur Drohnenproduktion, um diese konventionell zerstören zu lassen. Dies könnte beispielsweise mir Oreshnik-Mittelstreckenraketen geschehen. Diese kommen mit mehr als 10 Mach angeflogen und verfügen über drei Dutzend steuerbare Einzelsprengköpfe. Gebündelt käme die Zerstörungswirkung von Oreshniks einer Atombombe gleich.

Die Frage ist heute nicht mehr, ob Russland zurückschlagen werde, dass stünde laut Ritter bereits fest und wäre von der russischen Staatsführung bereits entschieden:

Inzwischen ginge es nur mehr um den Zeitpunkt und die Wahl der entsprechende Waffentypen für die vorgesehenen Angriffe!

Scott Ritter gibt zu bedenken, dass keiner der Politiker – von Merz über Macron bis zu Starmer – die „heute eine aggressive Haltung“ vertreten, eine politische Zukunft hätten. Dazu kommt das Fehlen ausreichender konventionellen Streitkräfte. Scott Ritter bezeichnet das britische Militär als „Witz“, Franzosen könnten nicht mehr als 7.000 Mann gleichzeitig einsetzen und die Deutschen hätten 2022 111 Milliarden Euro in einen Militäraufbaufond gesteckt, doch könnten mittlerweile nicht einmal sagen, was sie damit aufgebaut hätten:

Das deutsche Militär sei so grundlegend kaputt, dass es einem Fass ohne Boden gleiche!

Von Daniel Davies auf die Frage angesprochen, ob es irgendetwas gäbe, was der Westen tun könne, um „zur Besinnung zu kommen und nicht in diesen drohenden Krieg zu geraten“, könnte nach den Worten von Scott Ritter ein möglicher Ausweg wie folgend aussehen:

„Es gibt eine Sache, die getan werden kann: Europa muss diesen [Kriegs-]Unsinn sofort einstellen. Europa muss eine vollständige Neubewertung seiner realistischen Lage vornehmen. Es gibt einen Weg, wie man das Gesicht wahren könnte: Man könnte sagen, dass sich das Paradigma der Energiesicherheit so stark verschoben hätte, dass Europa sich darum zu kümmern habe, seine eigene industrielle Kapazität zu erhalten, indem es sich wieder Zugang zu zuverlässigen Energiequellen verschaffen müsste!

 Solange die Straße von Hormus jederzeit vom Iran blockiert werden könne, hätte Europa einzusehen, dass die Vereinigten Staaten nicht in der Lage wären, Europa nachhaltig und zu erschwinglichen Preisen mit Energie zu versorgen. Das einzige Land, das dies leisten könnte, wäre Russland. Europa würde seine Energiebeziehungen zu Russland neu bewerten müssen. Sobald man dies getan hätte, würde man erkennen, dass Russland ein strategischer Partner für wirtschaftliches Wachstum und nicht der strategische Feind wäre, wie man das bisher annahm.

 Nachdem man diese Entscheidung getroffen hätte, könnte man den militärischen Aspekt zurückstellen. Man müsste aufhören, in die alte Rhetorik zu verfallen. Die NATO müsste verschwinden oder sich zumindest realistisch geben. Doch diese Vorstellung, dass die NATO irgendwie das Gegenstück zu Russland wäre und dass Europa die Vereinigten Staaten ersetzen und dieses Militär aufbauen könnte, wäre unverantwortlich.

 Doch wie man auch darauf reagieren würde, Taten hätten den Worten zu folgen: Europa muss diesem Krieg in der Ukraine bzw. dem Ukraine-Vabanquespiel ein Ende setzen. Vergessen wir nicht, dass Europa und die Vereinigten Staaten die Voraussetzungen für diesen Krieg geschaffen haben. Die Menschen verstehen die Geschichte nicht: Sie verstehen nicht, dass die CIA seit 1948 Westukrainer als Gegengewicht zur Sowjetunion Russland eingesetzt hat.

 Vielleicht wissen Sie das, aber US-Spezialeinheiten hatten in den 1950er Jahren den Plan, die Ukraine in ein Gebiet irregulärer Kriegsführung zu verwandeln, in das Spezialeinheiten mit Fallschirmen abspringen und Teams bilden sollten, um gegen die Russen zu kämpfen – das war unser Plan. Wir hatten schon immer vor, die Ukraine gegen Russland als Fallstrick einzusetzen. Europa und wir haben danach gehandelt. Wir müssen damit aufhören und davon Abstand nehmen.

 Die Menschen wissen nicht, was 2004 geschah, als die CIA zusammen mit anderen einen Putsch inszenierte, den ersten Putsch gegen Viktor Janukowitsch, die sogenannte Orangene Revolution, bei der wir drei Präsidentschaftswahlen hatten: Janukowitsch gewann die ersten beiden. Das wollten wir nicht zulassen. Also haben wir eine illegale dritte Wahl inszeniert und den Kandidaten Juschtschenko durchgesetzt, der sich als Nationalist herausstellte.

 Das Erste, was er tat, war, Stepan Bandera zum Nationalhelden der Ukraine, sprich einen Nazi, zum Nationalhelden der Ukraine zu machen! Verstehen Sie, in welche Richtung das ging? Nun, 2010 haben wir es erneut versucht, aber Janukowitsch kam zurück. Also haben wir 2014 den Staatsstreich durchgeführt, den letzten Coup d’état, um Janukowitsch zu entfernen, die Nationalisten an die Macht zu putschen und den Prozess zu beginnen, um die Ukraine in ein Schwert am Bauch von Russland zu verwandeln.

 Wir haben diesen Krieg begonnen, die Vereinigten Staaten und [EU-]Europa: Russland wird diesen Krieg beenden. Russland hat es geschafft. Europa und die Vereinigten Staaten müssen im Grunde erklären, wonach das Ukraine-Spiel vorbei sei und man sich aus diesem Konflikt zurückziehen wolle, um nicht nur Russlands Sieg, sondern auch sein angeborenes Recht anerkennen zu lassen!

Das Video mit Scott Ritter und Daniel Davies in voller Länge: HIER

Anmerkung: Unter Settings [Zahnrad im Video Bild unten rechts] lässt sich am Video unter „Audio Track“ beliebige Sprachwiedergaben wählen und einstellen.

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