Das „Antifa“-Bündnis Widersetzen will den geplanten Bundesparteitag der AfD Anfang Juli in Erfurt verhindern und mobilisiert dafür auch stark in den sozialen Medien. Das berichtet Apollo News. Zur Finanzierung der angekündigten Aufmärsche und Blockaden werden unter anderem Spenden über die Plattform GoFundMe gesammelt.

In einem gemeinsamen Instagram-Beitrag von Linken-Co-Chefin Heidi Reichinnek und Widersetzen posiert die Linken-Politikerin nun in einem Trikot des Bündnisses mit der Aufschrift „Ich bin Supporter“. Weiter heißt es deshalb, dass „rechte Hetze mit Millionen gepusht“ werde, weshalb der Protest Unterstützung benötige. In der Beschreibung wird entsprechend auf die GoFundMe-Seite verlinkt. Die 38-Jährige teilte den Aufruf zudem in ihrer Instagram-Story und unterlegte ihn mit dem Song „Paroli“ der Band Kafvka.

Der Spendenaufruf, der über die Seite GoFundMe erfolgt, sammelte bisher knapp über 1.000 Euro. Das Spendenziel liegt bei 30.000 Euro. Erstellt wurde er laut der Seite Mitte November 2025 vom Bundesgeschäftsführer der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten, Thomas Wilms. In der Beschreibung auf der Seite liest man dazu: „Widersetzen hat in Essen, Riesa und Gießen gezeigt, was möglich ist, wenn Tausende gemeinsam blockieren.“ Die Spenden laufen ebenfalls auf das Konto des Vereins.

Auch von anderer Seite gibt es prominente Unterstützung. Das Bündnis wurde zuvor bereits vom Vizepräsidenten des Bundestages, Bodo Ramelow, unterstützt. In einem gemeinsam mit Widersetzen veröffentlichten Video im April warb der Linken-Politiker für ein Auftakttreffen des Bündnisses in Erfurt. Dabei zog er einen seltsamen Vergleich mit der Gründung der Hitlerjugend, die auf den Tag genau 100 Jahre zuvor stattfand. Er äußerte dabei seine Befürchtung, dass die AfD offenbar ihren „nationalen Flügel“ stärken wolle.

Wie Apollo News weiter berichtet, wollen die „Aktivisten“ in Erfurt in Form von Massenblockaden agieren, mit denen Zufahrtswege zum Veranstaltungsort blockiert und die Anreise von Delegierten erschwert werden sollen. Der Parteitag soll also massiv gestört oder gleich ganz verhindert werden. Dabei setzt man auf eine Kooperation mit „verschiedenen antifaschistischen und linken Gruppen“.

Mehr zum Thema  Pikantes Comeback: Maaßen als möglicher Innenminister in Sachsen-Anhalt

Abbildung des Banners Denkanstoß statt Denkverbot
Nach oben scrollen