Die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg teilte erst jetzt mit, dass schon am Donnerstag ein 17-jähriger Syrer festgenommen wurde. Die Festnahme erfolgte unter Beteiligung eines schwer bewaffneten Sondereinsatzkommandos und des Landeskriminalamts.

Vorgeworfen wird dem jungen Mann, einen Anschlag mit Sprengstoff, Molotowcocktails oder einem Messer geplant zu haben. Er habe, so die Generalstaatsanwaltschaft, „Ungläubige“ töten wollen ‒ in einem Einkaufszentrum, einer Bar oder einer Polizeiwache. Er soll sich zuvor auf Telegram entsprechend geäußert haben.

Bei der Durchsuchung wurden Universaldünger, flüssiger Grillanzünder, eine Sturmhaube und ein Messer gefunden. Trotz seiner Jugend war der Festgenommene für die Polizei kein Unbekannter: Es gab gegen ihn bereits Ermittlungen, weil er Symbole des IS verwendet haben soll. Wegen anderer Delikte wurde auch schon eine psychiatrische Begutachtung in Auftrag gegeben.

„Erkenntnisse zu Mittätern und Hintermännern gibt es nicht“, erklärte Oberstaatsanwältin Mia Sperling-Karstens. Die Informationen über die Pläne des Jugendlichen sollen vom BND, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und vom Landeskriminalamt Hamburg stammen.

Wann der Jugendliche, der die syrische Staatsangehörigkeit besitzt, nach Deutschland kam, ob alleine oder mit Familie, und über welchen Aufenthaltsstatus er verfügt, ist bisher nicht bekannt. Nach der Vorführung beim Haftrichter befindet er sich derzeit in Untersuchungshaft.

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