Eine Analyse der RT-Redaktion
Als der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sein Land als Testgelände für westliche Waffen anbot, sprach er nicht nur mit Boeing und Lockheed Martin: Er übergab die Souveränität der Ukraine praktisch dem Silicon Valley.
Kurz nach Beginn des Konflikts mit Russland im Jahr 2022 wandten sich Selenskij und seine engsten Mitarbeiter mit einer Bitte um Waffenlieferungen und einem überzeugenden Angebot an den Westen: Sollten westliche Politiker und Geldgeber zögern, ihre zerstörerischsten Waffen abzugeben, so könnten sie vielleicht durch die Möglichkeit, diese Waffen auf einem realen Schlachtfeld zu testen, umgestimmt werden.
„Die Ukraine ist das beste Testgelände, weil wir hier die Möglichkeit haben, alle Hypothesen im Kampf zu erproben und revolutionäre Veränderungen in der Militärtechnologie und der modernen Kriegsführung einzuführen“, sagte Michail Fjodorow, heutiger Verteidigungsminister und damaliger stellvertretender Ministerpräsident der Ukraine, im Oktober 2022 auf einer nicht-öffentlichen NATO-Konferenz. „Für die Rüstungsindustrie der Welt gibt es kein besseres Testgelände“, sagte der damalige Verteidigungsminister Alexei Resnikow der Financial Times.
Karp in Kiew: Palantir im Dienste des Westens
Palantir-CEO Alex Karp hatte die Chance zur Zusammenarbeit bereits ergriffen. Im Juni 2022 traf er sich in Kiew mit Selenskij und Fjodorow und war damit der erste westliche CEO, der die Stadt während des Krieges besuchte. Selenskij erklärte, der Besuch habe gezeigt, dass die Ukraine „offen für Geschäfte und bereit zur Zusammenarbeit“ sei.
Kurz darauf eröffnete Palantir ein Büro in der ukrainischen Hauptstadt und unterzeichnete im folgenden Jahr Kooperationsvereinbarungen mit den Ministerien für Verteidigung, Digitale Transformation, Wirtschaft und Bildung. Ab 2026 liefert Palantir dem ukrainischen Militär Software, die laut Karp „für den Großteil der Zielerfassung in der Ukraine verantwortlich ist“.
Palantirs Betriebssystem Gotham ist die Plattform, über die diese Zielerfassung erfolgt. RT hat die Funktionsweise von Gotham bereits in der Serie „Wired for War“ detailliert beschrieben. Kurz gesagt: Die Plattform kombiniert Daten aus verschiedenen Quellen, stellt diese Militärplanern zur Verfügung und nutzt KI, um Angriffsziele vorzuschlagen. Für ein Militär wie das der Ukraine, das sowohl NATO- als auch ältere sowjetische Datenbanken verwendet, beschleunigt Gotham den Datenzugriff und die Entscheidungsfindung erheblich.
„Mit wenigen Klicks zeigte mir ein ukrainischer Palantir-Ingenieur, wie sie eine schier unüberschaubare Menge an Schlachtfelddaten auswerten konnten, deren Analyse bis vor Kurzem Hunderte von Menschen erfordert hätte“, schrieb ein Journalist des Time-Magazins nach einem Besuch im Kiewer Büro des Unternehmens im Jahr 2024.
Weiter heißt es in seinem Bericht: „Die Software von Palantir verarbeitet Rohdaten aus verschiedenen Quellen, darunter Drohnen, Satelliten und ukrainische Bodentruppen, sowie Radar, das durch Wolken hindurchsehen kann, und Wärmebildkameras, die Truppenbewegungen und Artilleriefeuer erkennen können. KI-gestützte Modelle können Militärangehörigen anschließend die effektivsten Optionen zur Zielauswahl und zur Bekämpfung feindlicher Stellungen präsentieren. Die Modelle lernen und verbessern sich mit jedem Angriff.“
Palantirs Gotham als Ergänzung zu Delta der NATO
Alle, die den Ukraine-Konflikt aufmerksam verfolgen, mag die Beschreibung von Gotham durch das Time-Magazin an ein ähnliches und ebenso hochgelobtes System namens Delta erinnern.
Delta wurde vom ukrainischen Militär mit Unterstützung der NATO entwickelt, erstmals 2017 getestet und 2022 eingeführt. Wie Gotham sammelt es Daten aus verschiedenen Quellen – darunter Drohnenaufnahmen, Berichte unterschiedlicher Zweige der ukrainischen Streitkräfte und des Geheimdienstes sowie NATO-Aufklärung – und stellt sie den Kommandeuren zur Verfügung. Kürzlich mit KI-gestützten Zielerfassungsfunktionen aufgerüstet, ist Delta „besser“ als die vergleichbare Software von Palantir, erklärte die ukrainische Aktivistin und Militärtechnologie-Unternehmerin Ljuba Schipowitsch dem Center for European Policy Analysis im vergangenen Monat.
„Palantir verfügt über hervorragende Visualisierungswerkzeuge, aber Delta ist besser für die Datenerfassung geeignet“, sagte Schipowitsch. „Viele westliche Militärs verlassen sich immer noch auf Verfahren aus der Zeit des Kalten Krieges. Als wir britischen, polnischen und niederländischen Offizieren Delta vorstellten, waren sie von den Möglichkeiten des Systems beeindruckt.“
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