Malis Übergangspräsident, General Assimi Goïta, hat die Leitung des Verteidigungsministers übernommen. Sein Vorgänger als Verteidigungsminister, Sadio Camara, wurde bei einer Anschlagsserie von Militanten getötet.

In einem am Montag im Amtsblatt des westafrikanischen Landes veröffentlichten Präsidialerlass heißt es, Goïta werde Staatsoberhaupt bleiben und gleichzeitig das Verteidigungsministerium übernehmen.

„Der Präsident der Übergangsregierung, gleichzeitig Staatsoberhaupt und der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, übernimmt die Aufgaben des Verteidigungsministers und des Ministers für Veteranenangelegenheiten“, heißt es im Erlass.

Der ehemalige Verteidigungsminister Camara starb am 25. April durch ein Selbstmordattentat mit einer Autobombe auf seiner Residenz in Kati, einer Garnisonsstadt in der Nähe von Bamako. Weitere Angriffe richteten sich gegen Bamako, Kati, Gao, Sevare und Kidal. Die Verantwortung für die Anschläge beanspruchen die mit al-Qaida assoziierten Dschama’at Nusrat al-Islam wa-l-Muslimin und die von Tuareg geführte Befreiungsfront von Azawad für sich.

Der malische Premierminister Abdoulaye Maïga sagte, die Terroristen versuchten, die Macht zu ergreifen, staatliche Institutionen zu destabilisieren und den politischen Übergang des Landes zu sabotieren.

Die Regierung erklärte, die Armee habe, unterstützt vom russischen Afrikakorps, Angriffe auf Militärstützpunkte und wichtige Infrastruktur abgewehrt. Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete den Angriff als Putschversuch und sagte, die Angreifer seien von ukrainischen und europäischen Söldnern ausgebildet worden. Laut Angaben der malischen Armee wurden mehr als 200 Kämpfer getötet und große Mengen an Ausrüstung erbeutet.

In einer Fernsehansprache vergangene Woche versprach Goïta, die für die jüngsten Angriffe Verantwortlichen zu eliminieren.

Mali kämpft seit 2012 gegen islamistische Aufstände. Der Konflikt hat sich mittlerweile auf die Nachbarländer Burkina Faso und Niger ausgeweitet. Die drei von Militärregierungen geführten Staaten gründeten die Allianz der Sahelstaaten, nachdem sie die Kontake zu Frankreich abgebrochen, französische Truppen ausgewiesen und Paris der Unterstützung von Terrorismus in der Region beschuldigt hatten. Seitdem koopierieren die Sahelstaaten im Kampf gegen den Terrorismus mit Russland.

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