USA/Israel hatten sich einen Blitzkrieg vorgestellt, als sie am 28.2.2026 den Iran durch ihren Überfall „Unternehmen Epischen Zorn“ angreifen ließen. Nach zwei Kriegsmonaten bringt es der jüngste Weltbank-Report auf den Punkt: Es traf nicht nur den Iran, doch die ganze Weltwirtschaft!
Die Pressemitteilung der Weltbank vom 28.4.2026 zu ihrem
neuesten Bericht „Aussichten der Rohstoffmärkte“ auf Deutsch
Krieg im Nahen Osten löst den stärksten Anstieg der Energiepreise seit vier Jahren aus – siehe dazu auch die Brent-Ölpreiskurve im Titelbild.

Rohstoffpreise könnten in diesem Jahr um 16% steigen, was die Inflation anheizen und das Wachstum bremsen würde
WASHINGTON, 28. April 2026 | Die Energiepreise werden in diesem Jahr voraussichtlich um 24% steigen und damit den höchsten Stand seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 erreichen. Der Krieg im Nahen Osten erschüttert die globalen Rohstoffmärkte schwer, so der jüngste „Commodity Markets Outlook“ [„Aussichten der Rohstoffmärkte“] der Weltbankgruppe. Insgesamt werden die Rohstoffpreise 2026 voraussichtlich …
… um 16% steigen, getrieben von rapide steigenden Energie- und Düngemittelpreisen sowie Rekordpreisen für mehrere wichtige Metalle.
Der Schock wird schwerwiegende Auswirkungen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Entwicklung ausüben, so die Analyse des Reports der Weltbank.
Angriffe auf die Energieinfrastruktur und Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, über die etwa 35 % des weltweiten Rohölhandels auf dem Seeweg laufen, haben den größten bisher verzeichneten Ölversorgungsschock, mit einem anfänglichen Rückgang des weltweiten Ölangebots um etwa 10 Millionen Barrel pro Tag, ausgelöst. Siehe dazu die Brent-Ölpreis-Kurve im Titelbild.
Selbst nach einer Abschwächung gegenüber ihrem jüngsten Höchststand lagen die Brent-Ölpreise Mitte April immer noch um mehr als 50% höher als zu Jahresbeginn. Für Brent-Öl wird für 2026 ein Durchschnittspreis von 86 US-Dollar pro Barrel prognostiziert, ein deutlicher Anstieg gegenüber 69 US-Dollar pro Barrel im Jahr 2025. Diese Prognosen gehen davon aus, dass die akutesten Störungen im Mai enden würden und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bis Ende 2026 allmählich wieder das Vorkriegsniveau erreicht hätte.
Indermit Gill, Chefökonom und Senior Vize Präsident für Entwicklungsökonomie der Weltbankgruppe, sagte, dass der Krieg die Weltwirtschaft in [drei] aufeinanderfolgenden Wellen treffen werde und schlussfolgerte:
- zunächst durch höhere Energiepreise; [Welle 1]
- gefolgt von höheren Lebensmittelpreisen; [Welle 2]
- schließlich durch eine höhere Inflation, welche die Zinssätze in die Höhe treiben und Verschuldung noch mehr verteuern würde! [Welle 3]
„Die ärmsten Menschen, die den größten Teil ihres Einkommens für Lebensmittel und Treibstoffe ausgeben, werden am härtesten getroffen, ebenso wie Entwicklungsländer, die bereits unter einer hohen Schuldenlast leiden. All dies erinnert an eine bittere Wahrheit: Krieg ist Entwicklung in umgekehrter Richtung!“

Die Düngemittelpreise werden 2026 voraussichtlich um 31% steigen!
Dieser Anstieg würde durch einen 60-prozentigen Anstieg der Harnstoffpreise angetrieben [Anm.: Harnstoff ist ein wichtiger Stickstoffdünger für Pflanzen]. Die Erschwinglichkeit von Düngemitteln wird auf den niedrigsten Stand seit 2022 sinken, was Einkommen der Landwirte schmälern und künftige Ernteerträge gefährden werde. Sollte sich der Konflikt weiter hinziehen, könnten diese Belastungen für die Nahrungsmittelversorgung und -erschwinglichkeit laut dem Welternährungsprogramm in diesem Jahr bis zu 45 Millionen Menschen zusätzlich in akute Ernährungsunsicherheit treiben.
Auch die Preise für Nichtedelmetalle wie Aluminium, Kupfer und Zinn dürften Allzeithochs erreichen, was die starke Nachfrage aus Branchen wie Rechenzentren, Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien widerspiegelt.

Edelmetalle werden weiterhin Preis- und Volatilitätsrekorde brechen: Deren Durchschnittspreise werden 2026 voraussichtlich um 42% steigen, da geopolitische Unsicherheiten die Nachfrage nach sicheren Anlagen befeuern dürften.
Die durch diese Schocks verursachten steigenden Rohstoffpreise werden die Inflation anheizen und das Wachstum weltweit dämpfen. In den Entwicklungsländern wird die Inflation gemäß den Basisannahmen für das Jahr 2026 nun auf durchschnittlich 5,1% prognostiziert – ein voller Prozentpunkt höher als vor dem Krieg prognostiziert mit ein Anstieg gegenüber 4,7% gegenüber dem Vorjahr.
Auch das Wachstum in den Entwicklungsländern wird sich verschlechtern, da höhere Preise für lebensnotwendige Güter Einkommen belasten und Exporte aus dem Nahen Osten starken Einschränkungen ausgesetzt sein werden. Für die Entwicklungsländer wird für 2026 ein Wachstum von 3,6% erwartet, was einer Abwärtskorrektur um 0,4 Prozentpunkte seit Januar entspricht. Die direkt vom Konflikt betroffenen Volkswirtschaften werden am stärksten in Mitleidenschaft gezogen. 70% der Rohstoffimporteure sowie mehr als 60% der Rohstoffexporteure weltweit könnten ein schwächeres Wachstum verzeichnen als noch im Januar angenommen.
Falls die Feindseligkeiten eskalieren oder die durch den Krieg verursachten Versorgungsengpässe länger andauern als prognostiziert, …
… würde das die Rohstoffpreise noch weiter hochgehen lassen!
Die Brent-Ölpreise könnten 2026 im Durchschnitt auf 115 US-Dollar pro Barrel zu liegen kommen, falls es zu weiteren Schäden an kritischen Öl- und Gasanlagen käme und sich die Exportmengen nur langsam erholten. Dies hätte wiederum Auswirkungen auf die Preise für Düngemittel und alternative Energiequellen wie Biokraftstoffe. Nach diesem Szenario könnte die Inflation in den Entwicklungsländern in diesem Jahr auf 5,8% steigen – ein Niveau, das in den letzten zehn Jahren nur noch im Jahr 2022 übertroffen wurde.
Ayhan Kose, stellvertretender Chefökonom der Weltbank und Leiter der Prospects Group, erklärte:
„Die Abfolge von Schocks im Laufe des Jahrzehnts hat den finanziellen Spielraum für Reaktionen auf die aktuelle historische Energieversorgungskrise stark eingeschränkt.
Regierungen müssten der Versuchung widerstehen, breit angelegte, undifferenzierte fiskalische Unterstützungsmaßnahmen zu ergreifen, die die Märkte verzerren und die fiskalischen Puffer schwächen könnten. Stattdessen sollten sie sich auf schnelle, befristete Hilfen, die auf die am stärksten gefährdeten Haushalte ausgerichtet sind, konzentrieren!“
Der Schwerpunkt des Berichts zeigt, dass die Volatilität der Ölpreise in Zeiten steigender geopolitischer Risiken etwa doppelt so hoch wie in ruhigeren Zeiten ausfiele, wobei ein geopolitisch bedingter Rückgang der Ölproduktion um 1% die Preise um durchschnittlich 11,5% in die Höhe treiben würde.
Kritischer Weise würden diese Effekte auf andere wichtige Rohstoffmärkte übergreifen, wobei die Auswirkungen dann etwa 50% größer als unter normalen Marktbedingungen ausfallen würden.
Dem Bericht zufolge würde ein durch einen geopolitischen Versorgungsschock ausgelöster Anstieg des Ölpreises um 10% zu einem Anstieg der Erdgaspreise um bis zu etwa 7% und der Düngemittelpreise um bis zu über 5%, führen. Solche Spitzenwerte treten in der Regel etwa ein Jahr nach dem ursprünglichen Ölpreisschock auf, was negative Folgen für die Ernährungssicherheit und die Armutsbekämpfung nach sich zöge.
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Übersetzung. UNSER-MITTELEUROPA
Die Pressemitteilung der zum „Commodity Markets Outlook – April 2026“ auf Englisch: HIER

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