Brandenburgs neuer Infrastrukturminister Robert Crumbach zeigt sich überzeugt, dass die PCK-Raffinerie den ab Mai drohenden Wegfall kasachischer Öllieferungen über die Druschba-Pipeline ausgleichen kann. Nach seiner Einschätzung ist die Versorgung der Raffinerie trotz des russischen Transitstopps nicht grundsätzlich gefährdet.

Crumbach verweist dabei vor allem auf alternative Importwege über die Ostseehäfen Rostock und Danzig. Bereits seit dem Ausstieg aus russischem Rohöl 2023 wird Schwedt zusätzlich über die Pipeline Rostock–Schwedt sowie über Lieferungen via Polen versorgt. Nun sollen diese Routen stärker genutzt und zusätzliche Mengen organisiert werden, um die fehlenden kasachischen Lieferungen zu ersetzen. Auch Gespräche mit Polen über mehr Rohöltransporte über den Hafen Danzig laufen.

Für Mai seien laut Landesregierung bereits bis zu 80 Prozent des Rohölbedarfs abgesichert. Ziel ist es, die Auslastung der Raffinerie stabil zu halten, Arbeitsplätze zu sichern und die Versorgung von Berlin, Brandenburg sowie des Flughafens BER mit Kraftstoffen und Kerosin aufrechtzuerhalten.

Damit setzt Crumbach auf eine Kombination aus logistischer Umsteuerung, zusätzlichen Seelieferungen und enger Abstimmung mit Bund, Polen und Marktpartnern, um die Versorgungslücke ohne Produktionsstopp zu schließen.

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