Teurer als geplant heißt es einmal mehr nämlich dann, wenn es um die „Neugestaltung“ des Bundestagsgebäudes geht.

Angesichts des mehr als maroden deutschen Staatshaushaltes samt „Sondervermögen“, in Zeiten wie diesen offenbar nicht weiter verwunderlich, handelt es sich doch um den „Arbeitsplatz“ der „mächtigen Entscheider“ des Landes.

Kostensteigerungen und Verzögerungen

Beim Neubau des Elisabeth-Selbert-Hauses für die Bundestagsverwaltung in Berlin kommt es dem Tagesspiegel zu Folge, allerdings wenig überraschend, erneut zu Kostensteigerungen und Verzögerungen.

Die Gesamtkosten liegen laut der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bei mindestens 117,4 Millionen Euro. Ursprünglich war der Umbau des alten Gebäudes aus DDR-Zeiten mit nur 28 Millionen Euro veranschlagt gewesen. Stattdessen wurde später einfach ein Neubau beschlossen, da das frühere Gebäude den baulichen Anforderungen angeblich nicht mehrentsprochen hatte, wie es dazu hieß.

Diese horrende Kostensteigerung um mehr als das Vierfache hatte die die Bima nun mit einer „Baugrundproblematik“ begründet und gleich auch weitere Ausgabensteigerungen nicht ausgeschlossen. Freilich verzögert sich da auch der Zeitplan. Statt wie geplant 2024 fertigzustellen, wird nun mit einer Fertigstellung im Sommer 2027 gerechnet.

Gesamtumbau sprengt ebenfalls den Kostenrahmen

Der geplante Ausbau des gesamten Kanzleramts in Berlin sprengt überdies mit geschätzten Kosten von rund 777 Millionen Euro das Budget massiv und sorgt für dadurch auch für herbe Kritik, während gleichzeitig der Anbau an das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus zum milliardenschweren Problemfall mit massiven Verzögerungen wird.

Die Kanzleramts-Erweiterung und die Kernfakten der Kostenexplosion stellen unter anderem

der geplante Ausbau der 400 neue Büros, eines Hubschrauberlandeplatzes und einer Kita. Dies wird nunmehr auf ca. 777 Millionen Euro geschätzt, Tendenz freilich steigend. Das Kanzleramt gilt allerdings bereits als eine der größten Regierungszentralen weltweit.

Der Anbau des Lüders-Hauses alleine kämpft bereits mit einer Bauzeitverlängerung von 13 Jahren und einer Vervielfachung der Kosten.

Die Projekte stehen zweifelsfrei angesichts einer mehr als angespannten Haushaltslage und massiver Kritik an den Kostensteigerungen in der öffentlichen Diskussion.

 



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