Bei einer höheren Lebenserwartung ist aus Sicht von Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) ein späterer Renteneintritt unumgänglich. Bei der derzeit geplanten „Rentenreform“ müsse man „an ganz vielen Stellschrauben drehen“. Er sagte gegenüber der Augsburger Allgemeinen Zeitung:
„Aus meiner Sicht ist dabei auch eine Selbstverständlichkeit, dass sich die Lebensarbeitszeit ein Stück weit an der durchschnittlichen Lebenserwartung orientieren muss.“
Wenn die Lebenserwartung steigt, muss davon auch ein gewisser Anteil Mehrarbeit sein. „Daran führt meines Erachtens kein Weg vorbei. Denn es wäre illusorisch zu glauben, wir könnten in Wohlstand leben und müssten dafür nicht arbeiten“, betonte der CDU-Politiker.
Das früher bei 65 Jahren liegende Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise angehoben und soll nach aktuellem Stand im Jahr 2031 bei 67 Jahren liegen. Diese Altersgrenze gilt für alle, die 1964 oder später geboren wurden. Ein vorgezogener Rentenstart ist möglich, wenn Abschläge hingenommen werden. Zudem gibt es Ausnahmen, etwa für besonders langjährig Versicherte und für Schwerbehinderte.
Der Bundestag hatte ein sogenanntes Rentenpaket bereits Anfang Dezember mit einer Kanzlermehrheit beschlossen. Das Paket ist allerdings umstritten: Zentraler Streitpunkt war die Sicherung des Rentenniveaus bei mindestens 48 Prozent des Durchschnittslohns. Das könnte zu einem noch schlechteren Rentenniveau für jüngere Menschen führen, fürchten Kritiker.
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