Der CDU eigene FDGB (Freier Deutsche Gewerkschaftsbund der DDR), der sich gern Arbeitnehmer-Flügel nennt, aber eigentlich für eine Politik kämpft, die den Arbeitern die Arbeit nimmt, fordert so laut-, wie halbstark die Entlassung der Wirtschaftsministerin Katerina Reiche. Christian Bäumler, Vize-Vorsitzender des CDU-Arbeitnehmerflügels, empört sich im autoritären Tonfall über Reiche: „Wer sich wie Reiche gegen ein Machtwort des Kanzlers stellt und einen Kompromiss mit der SPD bei den Spritpreisen ablehnt, will eine andere Koalition.“ Harry Tisch, der Chef des FDGB der DDR, hätte sich in ähnlicher Weise darüber empört, wenn der Wirtschaftsminister sich gegen die tollen Ideen Erich Honeckers gestellt hätte. Von trauriger realsozialistischer Komik dabei ist, wenn man einen Blick auf den wirtschaftlichen Niedergang Baden-Württembergs wirft. Auch Dank Bäumlers Politik und Kumpanei mit den Grünen gingen in 2025 in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie 32 450 Arbeitsplätze verloren. Das entspricht etwa ein Viertel der Stellenstreichungen in diesem Sektor in ganz Deutschland. Selbst das grünvernarrte Handelsblatt kommt um die Einschätzung nicht herum: „Doch nun liegt das Musterland der Ingenieursrepublik beim Wachstum unter dem Bundesschnitt. Immer neue Sparprogramme, Werksschließungen und Entlassungswellen bei Autobauern und -zulieferern schockieren die Menschen.“

Der Beitrag Feuert Merz Katerina Reiche? erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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