Die Journalistin Michèle Binswanger hat mit einem öffentlichen Hilferuf eine bemerkenswerte Welle der Unterstützung ausgelöst. Innerhalb weniger Stunden flossen über 40.000 Franken in eine Crowdfunding-Kampagne – ein Tempo, das selbst erfahrene Beobachter überrascht.

Was als persönlicher Aufruf begann, entwickelte sich rasch zu einer breiten Solidaritätsbekundung. Aus allen Teilen der Schweiz meldeten sich Unterstützer, viele davon anonym, andere mit bekannten Namen. Der Fall hat sich damit von einer individuellen Auseinandersetzung zu einem öffentlichen Symbolfall ausgeweitet.

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Im Zentrum steht der langjährige Konflikt mit Jolanda Spiess-Hegglin, die seit Jahren juristisch gegen Binswanger vorgeht. Mehrere Verfahren, Anzeigen und Berufungen prägen die Auseinandersetzung, die zunehmend an Intensität gewonnen hat.

In der Öffentlichkeit hat sich ein klares Bild herausgebildet: Auf der einen Seite die hartnäckige Journalistin, die sich gegen eine Flut von Klagen wehrt, auf der anderen die ebenso unbeirrbare Gegenspielerin, die ihre rechtlichen Mittel konsequent einsetzt. Die Fronten sind klar gezogen.

Die schnelle und breite Unterstützung zeigt, dass es um mehr geht als persönliche Sympathie. Viele Spender sehen eine grundsätzliche Frage: Wie weit darf juristischer Druck gegen Journalisten gehen, ohne die Pressefreiheit zu gefährden?

Für Binswanger ist der Erfolg der Kampagne ein wichtiges Signal, sowohl finanziell als auch symbolisch. Der juristische Streit ist noch nicht beendet, doch die Ausgangslage hat sich verschoben: Aus einer isolierten Verteidigung ist ein Konflikt mit öffentlicher Rückendeckung geworden.

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