Auch in Deutschland gibt es solche staatlich propagierten ideologischen Projekte en masse, doch ihnen sollte das Beispiel aus Österreich eine Lehre sein – denn dort lief bis Ende 2025 das Projekt „Tron“: Dabei wurden E-Autos im Polizei- und Streifendienst getestet.

Nun wird das Projekt bei der österreichischen Polizei komplett auf Eis gelegt, denn die Ergebnisse sind eindeutig: In der Praxis haben sich die Fahrzeuge nicht bewährt, weshalb nun wieder Verbrenner angeschafft werden sollen. Außer Spesen nichts gewesen.

Wegen Klima-Vorgaben sollen in vielen europäischen Ländern auch für Rettung, Feuerwehr, Polizei oder auch im öffentlichen Nahverkehr möglichst Elektrofahrzeuge eingesetzt werden. Auch in Österreich experimentierte daher das Innenministerium mit dem Einsatz von E-Autos bei der Polizei. Doch wie der „Kurier” berichtete, dürfte damit vorerst einmal weitgehend Schluss sein. Dem entsprechenden Programm „Tron“ wird der Stecker gezogen. Seit Ende 2023 hatte die Polizei im Rahmen des Projekts E-Fahrzeuge der Marke VW, wie den Elektro-SUV ID.4 in der Praxis getestet und die Zufriedenheit hielt sich in Grenzen.

Nur gut für Botendienste

„Der öffentliche Dienst hat beim Thema nachhaltige Ökonomie eine große Vorbild- und Lenkungsfunktion. Die Polizei als große Blaulichtorganisation nimmt diese Rolle ernst und prüft vorhandene Möglichkeiten für Umstellungen auf emissionsfreie Fahrzeuge“, hieß es dazu 2023 aus dem Innenministerium. Getestet werden sollten die E-Autos dabei im gesamten polizeilichen Einsatzspektrum, „vom Streifendienst über die Absicherung von Unfallstellen bis hin zu Verfolgungsfahrten“.

Aber auch Leistungsfähigkeit, das Lademanagement sowie Sicherheitsfragen sollten einer Überprüfung unterzogen werden. Nun liegen Ergebnisse vor. Und das Fazit des Innenministeriums lautet:

„Die bisherigen vorläufigen Testergebnisse zeigen, dass E-Fahrzeuge für den operativen Polizeieinsatz nur eingeschränkt geeignet sind.“

Lediglich die Nutzung als Botenfahrzeuge außerhalb des Einsatzgeschehens wird positiv bewertet.

Geringe Geschwindigkeit, kleiner Kofferraum…

Dabei gab es von Seiten der Polizeigewerkschaft, wie der Kurier berichtet, einiges zu bemängeln. Besonders gravierend war dabei, dass bei den VW-Testmodellen die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h bei Verfolgungsjagden, etwa auf der Autobahn, völlig unzureichend war. Weiter wurden Probleme beim Laden – wenn der Akku zur Neige ging, musste das Fahrzeug gewechselt werden, meist zu Verbrennern – schlechte Bremsen und der für die Ausrüstung zu kleinem Kofferraum als negativ aufgeführt.

Und auch die mittlerweile sehr häufig verbauten Touchscreen-Bedieninstrumente seien für den Einsatz zu unpraktisch. „Die E-Funkstreifen sind als zusätzlicher Streifenkraftwagen geeignet, aber als völliger Ersatz unmöglich aufgrund der Batterieleistung. Dann bräuchte man immer einen zweiten Wagen als Ersatz“, so die Polizeigewerkschaft.

Auch andere haben Probleme

Die Ergebnisse decken sich auch mit den Erfahrungen anderer Organisationen. So erklärte etwa der ADAC zuletzt, dass zwar E-Mobilität wegen des Klimas notwendig sei und man auch am Verbrennerverbot festhalten sollte, aber bei der Pannenhilfe, also beim ADAC selbst, würden auf absehbare Zeit keine Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen. Dies schon allein weil die Zuladung von bis zu 600 Kilogramm an Werkzeugen und Ausrüstung zu viel sei und auch die Reichweite würde bei Abschleppvorgängen nicht ausreichen.

Und auch bei E-Bussen kam es in diesem Winter immer wieder zu Problemen. Im Raum Heidelberg fielen Busverbindungen aus, weil Frost die Fahrzeuge lahmlegte. Und das Schweizer Fernsehen berichtete, dass Passagiere in E-Bussen frieren mussten – die Wahl war entweder heizen oder die notwendige Reichweite erreichen. In Hamburg behalf man sich hingegen damit, dass man Ölheizungen in den E-Bussen einsetzte.

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Dieser Beitrag erschien auf journalistenwatch.com, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION

 




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