In heimischen und internationalen Medien wird berichtet, dass heute entschieden wird, ob die USA den Iran angreifen wird oder nicht. Ein Scheitern der Verhandlungen in Genf hätte den Berichten einen möglichen Angriff zufolge.

„Bei den Atomverhandlungen mit dem Iran in Genf an diesem Donnerstag steht viel auf dem Spiel. Verlaufen diese nicht nach den Vorstellungen von US-Präsident Trump, wird ein Militärschlag immer wahrscheinlicher“ berichtet etwa die WELT.

Von REDAKTION | Man kann jedoch davon ausgehen, dass der „Deal Maker“ Donald Trump, so, wie so oft erst einmal eine Drohkulisse aufbaut, um dann die gewünschten Resultate zu erzielen. Ein weiterer Militärschlag gegen den von Russland und China unterstützen Iran könnte unter Umständen nicht so enden, wie es sich westliche Kriegstreiber vorstellen:

  • US-Militär-Führung hat laut Berichten vor den Risiken eines großen Einsatzes gewarnt – auch wenn dies offiziell von Präsident Trump bestritten wird.
  • Ein Angriff würde wahrscheinlich zu einer weiten regionalen Eskalation führen, was viele Staaten vermeiden wollen.

Ein Unsicherheitsfaktor in diesem Kräftemessen stellt Israel dar, denn einerseits wäre es für Trump nicht nachteilige, wenn Israel da vorprescht um dann erst helfend beizuspringen und auf der anderen Seite käme es Israel nicht ungelegen, wenn die Vereinigten Staaten den Iran endgültig auslöschen würden.

So darf man beruhigt sein, dass jetzt Atomverhandlungen zwischen USA und Iran in Genf laufen was ein Zeichen ist, dass Diplomatie noch im immer Spiel ist. Nichts desto trotz drohen US-Regierungsvertreter offen mit einer militärischen Aktion, falls sich der Iran nicht auf Bedingungen bei seinem Atom- und Raketenprogramm einlässt. Analysten und Experten warnen allerdings, dass ein Angriff nicht zwingend bald stattfinden muss, obwohl Trump bereits „Pläne für einen Militärschlag in der Tasche hat“, falls Verhandlungen scheitern.

Was jedoch sicher ist, dass im Falle eines Angriffes in Europa wohl niemand von einem „völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“ sprechen würde. Das war bekanntlich bei der verehrenden Zerstörung des Iraks und bei dem Krieg gegen Libyen ebenfalls nicht der Fall. In Deutschland und Österreich dürfen wir in solchen Fällen dann die Folgen derartiger „humanitärer Interventionen“ in Form von hunderttausenden Flüchtlingen tragen.



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