Donald Trump befindet sich offenbar in einem Pipi-Langstrupf-Modus. Er agiert nach dem Motto „ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Er glaubt offenbar, er ist Präsident einer Bananenrepublik, der sich grundsätzlich über bestehende Gesetze hinwegsetzen kann!
Von FRANZ FERDINAND | In Europa geht die Erkenntnis, dass sich auch Staatsführer an Gesetze halten müssen, auf die Aufklärung zurück. Donald Trump gebärdet sich wie ein mittelalterlicher Potentat, der über Nacht seine Regeln einfach ändern konnte.
Das Harmloseste ist wohl seine gerade gescheiterte Zollpolitik! Weniger harmlos ist seine aktuelle Kriegspolitik, erst gegen Venezuela und jetzt gegen den Iran, vorbei an dem Kongress oder dem Senat. Das bestehende Völkerrecht ist Trump dabei völlig egal. Es gibt für diesen bereits beschlossenen Krieg keine andere Begründung, als die Verteidigung der globalen Dominanz der USA und der regionalen Dominanz Israels!
Europas Flüchtlingsproblematik auch Folge der US-Feldzüge
Für diese Ziele hat die USA auch bisher die beiden Feldzüge gegen den Irak, Afghanistan, Syrien und Libyen geführt. Die USA waren bereit, für ihre globale Dominanz diese gesamte Region zu destabilisieren. Unsere Flüchtlingsproblematik verdanken wir hauptsächlich dieser Politik!
Es ist schon eigenartig, wenn einige hiesige unermüdlichen Kämpfer gegen die illegale Zuwanderung aus dieser Weltgegend dann glauben, Israel und die USA weiter unterstützen zu müssen!
Trump zeigt damit, dass er sich von der unipolaren Weltordnung noch lange nicht verabschiedet hat.
Die bisherige Erfahrung mit den verschiedenen fehlgeschlagenen Feldzügen der USA in dieser Region hat lediglich dazu geführt, dass Trump nun glaubt mit einer reinen Luftkampagne das Mullah-Regime niederringen zu können. Es stehen dafür etwa 250 hochmoderne Kampfflugzeuge aller Art und etwa 600 Marschflugkörper zur Verfügung. Damit glaubt Trump alle wesentlichen militärischen Einrichtungen im Iran zerstören und überhaupt die gesamte iranische Führung enthaupten zu können. Wie an dieser Stelle bereits nachgewiesen wurde, hat sich Trump bereits beim Zwölftagekrieg bei der Zerstörung der Atomanlage Fordo massiv verschätzt. UNSER MITTELEUROPA berichtete.
Es könnte aber auch sein, dass all die Sofa-Generäle, von denen sich Trump beraten lässt, auch noch in ganz anderen Belangen massiv irren:
Dazu ein Auszug aus einem Artikel von tkp:
Im bevorstehenden Krieg gegen den Iran werden US-Kampfflugzeuge der 5. Generation vom Typ F-35 und F-22 auf chinesisches Radar gekoppelt mit russisch-iranischen Abfangraketen treffen. Berichten zufolge sind sie nicht mehr unsichtbar. Dazu hat China ein neues integriertes Daten- und Kommandosystem, gestützt auf Beidou, das chinesische Satellitenortungssystem aufgebaut.
Der Iran erhielt nach dem 12-Tagekrieg im Juni 2025 seinerseits im Rahmen der Kooperationsverträge von China und Russland Militärhilfe. Was genau da gebracht wurde, ist allerdings nicht so offensichtlich. Berichten zufolge baute China ein komplett neues Datenökosystem auf:
Seit Juni hat China ein umfassendes, „unsichtbares“ Datenökosystem an den Iran übertragen. Der Iran hat vollständig vom amerikanischen GPS und dem russischen GLONASS auf das chinesische Satellitennavigationssystem Beidou umgestellt.
China lieferte das Langstrecken-Überwachungsradar YLC-8B, das Stealth-Kampfflugzeuge in einer Entfernung von bis zu 700 km erkennen kann, indem es mit sehr niedrigen Frequenzen arbeitet und Formänderungen erfasst. Der Iran erhielt Zugang zu Chinas militärischer verschlüsselter Beidou-Datenverbindung, die mit dem Radar verbunden ist, präzise Zielerfassung inklusive. Chinesische Satelliten über dem Land liefern in Verbindung mit dem Beidou-System eine Zielgenauigkeit von bis zu 1 Meter.
Die neue robuste Infrastruktur soll bereits fertig und in Betrieb sein. China hat Bodenempfangsstationen und Relaisstationen installiert, wodurch diese Datenverbindung äußerst störungsresistent ist. Dazu kommt ein Aufklärungsschiff vor der Küste des Persischen Golfs, das wie ein AWACS-Flugzeug funktioniert und mit Radargeräten und Strukturen ausgestattet ist, um Nachrichten abzufangen, direkte Satellitenverbindungen herzustellen und sogar Unterwasserbilder von U-Booten zu erstellen.
China veröffentlichte Satellitenbilder von amerikanischen THAAD-Raketenstellungen und Flugzeugen in Al Udeid als „Teaser”, um seine Echtzeit-Informationsbeschaffung zu demonstrieren.
Das integrierte Netzwerk versorgt die militärischen Kommandeure mit einem vollständigen Echtzeit-Livebild und Zieldetails für Raketen und Abfangsysteme, wodurch die Probleme des Iran mit Störsignalen und GPS-Spoofing beseitigt werden. Es warnt den Iran rechtzeitig (Reichweite 700 km) vor anfliegenden Stealth-Flugzeugen wie der F-35.
Dieser technologische Vorteil wird als Grund für die „harte Linie” des Iran in den Verhandlungen angesehen, in denen er sich weigert, über sein Raketenprogramm oder Verbindungen zu Gruppen wie der Hamas und der Hisbollah auch nur zu sprechen. (Ende des Zitats)
Natürlich kann es sein, dass dieses neue chinesische System noch an einigen Kinderkrankheiten im Praxistest leidet. Jedenfalls wird Trump China eine einmalige Gelegenheit bieten, eben dieses System risikolos zu testen und mögliche Mängel zu korrigieren!
Schon alleine aus diesem Grund ist dieser, von Trump angezettelter Krieg völliger Schwachsinn. Denn dieser wird, wie es aussieht, nicht der letzte militärische Konflikt zwischen China und der USA sein. Beim nächsten Mal wird dann China jedenfalls noch besser vorbereitet sein!
Es wird auch von einer Iranischen Hyperschall-Interkontinentalrakete gemunkelt. Diese soll mit Mach 11 eine Reichweite von bis zu 12.000 km haben und einen Sprengkopf von 500 kg tragen können. Wenn so ein Geschoß in New York einschlägt, wird das wohl das Ende der Trump´schen Präsidentschaft sein! Wenn der Iran über eine derartige Waffe verfügt, könnte der Sprengkopf auch nuklear sein!
Jedenfalls kann von einem schnellen Sieg der USA in dem von den westlichen Kriegstreibern herbeigejubelten Krieg keine Rede sein. Wie man sieht, werden Russland und China alles daransetzen, um eine Niederlage des Irans zu vermeiden. Aller Wahrscheinlichkeit wird Trump sein Hauptziel, nämlich einen Regime-Change im Iran herbei zu führen, nicht erreichen und das alleine wäre schon eine Niederlage.
Doch wie sieht die Welt aus, wenn sich dieser Krieg in die Länge zieht?
Erstens hätte Trump sein Versprechen, keinen neuen Krieg zu beginnen, gebrochen und zweitens würde es sich rein faktisch gesehen gleich um den Eintritt in den Dritten Weltkrieg handeln:
Europa kämpft dann weiter mit der Ukraine gegen Russland und die USA kämpft gegen eine Koalition aus dem Iran, Russland, China und vielleicht sogar Pakistan um die Kontrolle über Asien. Wie dieser Konflikt ausgeht, kann man sich leicht überlegen!
Wenn diese beiden Konflikte zu einem neuen Weltkrieg verschmelzen, dann werden auch die Karten für die Ukraine neu gemischt. Russland könnte unter Umständen wesentlich mehr Soldaten von den Verbündeten mobilisieren und dem Selensky-Regime ein schnelles Ende bereiten! Die Ukraine würde dann allerdings mehr als nur die vier russischsprachigen Oblaste verlieren. Hinter vorgehaltener Hand wird bereits über das Gebiet des sogenannten Neurussland, das Katharina die Große von den Türken eroberte, gemunkelt. Die gesamte Schwarzmeerküste, inklusive Odessa würde dann Russland zufallen. Die aktuellen Friedensverhandlungen wären dann durch die Aggression der USA gegen den Iran hinfällig!
Der Iran könnte für China und Russland die gleiche Rolle spielen, wie die Ukraine für den Westen: ein Mittel um den Gegner, in einem Fall Russland, im anderen Fall die USA zu erschöpfen. Das war ja gerade der Grund, wieso der Wertewesten den Krieg Russland gegen die Ukraine provoziert hatte. Im anderen Fall läuft die USA unter Trump freiwillig in diesen Abnutzungskrieg hinein!
China und Russland könnten sogar versucht sein, den Iran als einen Kettenhund zu nutzen, der Angriffe gegen die USA, aber auch Europa durchführt, beispielsweise in der Straße von Hormus, als Gegenschlag gegen die aktuelle Piraterie des Westens gegen Russland.
Die westliche Piraterie und Dauerverletzung des internationalen Seerechts zur Durchsetzung von einseitigen Sanktionen, sowie diese Sanktionen selbst sind ebenfalls Teil des sich entfaltenden Dritten Weltkrieges. Das Gleiche gilt für den Interventionismus a lá Venezuela. Die BRICS-Länder werden gezwungen sein, sich dagegen kollektiv zur Wehr zu setzen!
Psychologische Kriegsvorbereitungen
Ein besonderer Aspekt der aktuellen psychologische Kriegsvorbereitungen ist das Zelebrieren von Angriffsplänen der USA durch die abhängigen Presstituierten. Da wird beispielsweise erklärt, wie zuerst die iranische Luftabwehr ausgeschaltet werden soll, danach die iranischen Raketenstellungen nach und nach eliminiert werden und zuletzt die iranische Führung enthauptet wird, so als ob die iranische Armee wie Enten in einem Teich dasitzen und alles ohne Gegenwehr über sich ergehen lassen. Alleine diese Darstellungen zeigen ein unglaubliches Ausmaß an westlicher Arroganz und Überheblichkeit. Na ja, Hochmut kommt eben vor dem Fall!
Aktuell gibt es deshalb sogar Gerüchte, dass die iranische Führung den Spieß einfach umdrehen und gegen die angesammelte amerikanische Armada einen Präventivschlag durchzuführen will. Rein völkerrechtlich wäre dies sowieso in Ordnung, da sich der Iran durch den Zwölftagekrieg in einem Dauerkriegszustand mit den USA befindet. Dies würde dem Iran in einem sowieso unvermeidlichen Krieg erhebliche Vorteile verschaffen!
Kann das Mullah-Regime auch friedlich beseitigt werden?
Wenn es wirklich um die Beseitigung des Mullah-Regimes geht, muss man sich schon fragen, ob es da nicht eine schlauere Strategie gäbe, als den Dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen? Was wäre, wenn man einfach über Nacht alle Sanktionen aufheben würde und den Iran mit all dem Müll überschwemmt, mit dem man uns hierzulande ruiniert? Dies würde auf lange Sicht das Mullah-Regime wesentlich stärker untergraben, als der Dauerkrieg, der es diesem Regime erlaubt, sich buchstäblich einzubetonieren!
Ach ja, das geht ja doch gar nicht, denn das widerspricht dem grundlegenden US-amerikanischen Geschäftsmodel: Durch den permanenten Krieg die eigene Rüstungsindustrie zu füttern, wobei die dafür notwendigen Kosten von der ganzen Welt über die Dollarhegemonie eingetrieben werden.
Dies ist allerdings der Grund, warum der Globale Süden die Dollarhegemonie loswerden will.
Besonders perfide ist es dann, wenn man an dem Aufbau gerade zerstörter Länder mitverdienen will, die man gerade selbst zerstört hat, oder mitgeholfen hat sie zu zerstören, mit dem Geld der ganzen Welt, das man mit dem Gutmenschenschwindel eintreibt! Darum geht es ja bei dem von Trump erfundenen „Friedensrat“.
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