Das US-Militär bereitet sich augenblicklich offenbar auf die Möglichkeit anhaltender, wochenlanger Operationen gegen den Iran vor. Sofern Präsident Donald Trump einen Angriff anordnet, erklärten zwei US-Beamte gegenüber Reuters, was zu einem weitaus ernsteren Konflikt werden könnte als zuvor zwischen den beiden Ländern.

Druck auf diplomatische Bemühungen erhöht

Die Offenlegung durch die Beamten, die aufgrund der sensiblen Natur der Planung unter der Bedingung der Anonymität sprachen, erhöht die Einsätze für die laufende Diplomatie zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden am 17. Februar in Genf Verhandlungen mit dem Iran führen, wobei Vertreter Omans als Vermittler fungieren werden. US-Außenminister Marco Rubio warnte bereits am 14. Februar, dass Trumps Präferenz zwar eine Einigung mit Teheran sei, „das aber sehr schwer umzusetzen ist.“

Unterdessen hat Trump Militärkräfte in der Region aufgestellt, was Befürchtungen vor neuen militärischen Aktionen schürt. US-Beamte erklärten dazu am 16. Februar, das Pentagon sei bereit einen weiteren Flugzeugträger zu entsenden. Dadurch würden tausende weitere Truppen sowie Jagdflugzeuge, Lenkwaffenzerstörer und andere Feuerkraft dazukommen, die in der Lage wären, Angriffe durchzuführen.

Trump erwog am 16. Februar nach einer militärischen Veranstaltung in Fort Bragg in North Carolina offen die Möglichkeit einer Regierungsänderung im Iran ins Spiel zu bringen und sagte, es „scheine, als wäre das das Beste, was passieren könnte.“ Er lehnte es allerdings ab, mitzuteilen, wen er für die Übernahme des Iran vorgesehen hätte, sagte aber, „es gibt Menschen und weiter, „seit 47 Jahren reden sie und reden und reden“, so Trump.

Bodentruppen als „letzte Lösung“

Trump äußerte seit Langem Skepsis gegenüber der Entsendung von Bodentruppen in den Iran und erklärte dazu im vergangenen Jahr, „das Letzte, was man tun will, sind Bodentruppen“. Die Art von US-Feuerkraft, die bisher im Nahen Osten aufgestellt ist, deutet allerdings auf Optionen für Angriffe hauptsächlich durch Luft- und Seestreitkräfte hin. In Venezuela zeigte Trump seine Bereitschaft, sich auch auf Spezialeinheiten zu verlassen, um den Präsidenten des Landes, Nicolas Maduro, bei einer Razzia letzten Monat festzunehmen.

Auf die Frage nach einem Kommentar zu den Vorbereitungen für eine möglicherweise anhaltende US-Militäroperation erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, „Präsident Trump hat alle Optionen in Bezug auf den Iran auf dem Tisch.“

„Er hört sich zu jedem Thema verschiedene Perspektiven an, trifft aber die endgültige Entscheidung basierend darauf, was das Beste für unser Land und die nationale Sicherheit ist“, erläuterte Kelly.

Pentagon lehnte Stellungnahme

Die Vereinigten Staaten hatten noch im vergangenen Jahr zwei Flugzeugträger in die Region entsandt, als sie Angriffe auf iranische Nuklearanlagen durchgeführt hatten.

Allerdings war die sogenannte „Midnight Hammer-Operation“, im Wesentlichen ein einmaliger US-Angriff, bei dem Tarnkappenbomber aus den USA im Einsatz gewesen waren, um iranische Nuklearanlagen anzugreifen. Der Iran führte daraufhin einen begrenzten Vergeltungsschlag gegen einen US-Stützpunkt in Katar durch. Die laufende Planung sei diesmal allerdings komplexer, erklärten die Beamten.

In einer anhaltenden Kampagne könnte das US-Militär iranische Staats- und Sicherheitseinrichtungen angreifen, nicht nur nukleare Infrastruktur, sagte dazu einer der Beamten. Der Beamte lehnte es allerdings ab, konkrete Details zu nennen.

Risken zu hoch für USA?

Experten meinen dazu, dass die Risiken für US-Streitkräfte bei einer solchen Operation gegen den Iran, der über ein beeindruckendes Raketenarsenal verfügt, weitaus größer wären. Vergeltungsangriffe Irans erhöhen zudem das Risiko eines regionalen Konflikts.

Derselbe Beamte erklärte, die Vereinigten Staaten rechneten mit einer Vergeltung Irans, was im Laufe der Zeit zu Hin- und Herschlägen und Vergeltungsmaßnahmen führen würde. Das Weiße Haus und das Pentagon antworteten jedoch nicht auf Fragen zu den Risiken von Vergeltungsmaßnahmen oder regionalen Konflikten.

Trump hatte wiederholt damit gedroht, den Iran wegen seiner Nuklear- und ballistischen Raketenprogramme und der Niederschlagung innerer Unruhen bombardieren zu wollen. Am 15. Februar warnte er, die Alternative zu einer diplomatischen Lösung würde „sehr traumatisch, sehr traumatisch“ sein. Die iranische Revolutionsgarde hatte ihrerseits gewarnt, dass sie im Falle von Angriffen auf iranisches Territorium gegen jede US-Militärbasis reagiert würde.

Die USA unterhalten Stützpunkte im gesamten Nahen Osten, darunter in Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei.

Vereinbarung mit Iran nur unter „israelischen Bedingungen“

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte sich mit Trump zu Gesprächen in Washington am 14. Februar getroffen und erklärte, dass, falls eine Vereinbarung mit dem Iran erzielt werde, „diese die Elemente enthalten müsse, die für Israel von entscheidender Bedeutung sind.“ Der Iran hat erklärt, er sei bereit, über Einschränkungen seines Atomprogramms im Austausch für die Aufhebung der Sanktionen zu diskutieren, hat jedoch jegliche Verbindung mit Raketen ausgeschlossen.

Am 17. Februar erklärte der US-freundliche „iranische Oppositionsführer“ Reza Pahlavi, eine US-Militärintervention im Iran könne Leben retten, und forderte Washington auf, nicht zu lange mit den klerikalen Herrschern Teherans über ein Atomabkommen zu verhandeln. Der im Exil lebende Sohn des ehemaligen ebenfalls „US-freundlichen iranischen Schahs erklärte wenig überraschend gegenüber Reuters in einem Interview, es gebe Anzeichen dafür, dass die iranische Regierung am Rande des Zusammenbruchs stehe und ein Angriff sie schwächen oder ihren Fall beschleunigen könnte.

„Wir hoffen, dass dieser Angriff den Prozess beschleunigen wird und die Menschen endlich wieder auf die Straße gehen und bis zum endgültigen Sturz des Regimes führen können“, sagte Pahlavi, der seit dem Sturz seines Vaters in der Islamischen Revolution 1979 in den Vereinigten Staaten lebt.




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