Die russische Staatsduma lud zur „Stunde der Regierung“ ein, unter Beteiligung von Außenminister Sergej Lawrow, der zum Thema „Prioritäten der Außenpolitik der Russischen Föderation“ referierte.

Sergey Lawrow: „Der Westen hat sich bis heute, noch nicht von
der Manie seiner Kolonial- und Sklavenhalter-Grandeur befreit!“

11.02.2026 – Sergey Lawrow spricht zu seiner Außenpolitik auf der Plenarsitzung der Staatsduma der Russischen Föderation | Quelle: Staatsduma Russland

Die Rede von Außenminister Sergey Lawrow vor der Staatsduma
der Russischen Föderation im Transkript auf Deutsch – Teil 1

Sehr geehrter Herr Wjatscheslaw Wiktorowich Wolodin [Sprecher der Duma], sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Abgeordnete der Staatsduma!

Ich freue mich sehr über die erneute Gelegenheit, im Rahmen der „Stunde zur Regierung” vor Ihnen zu sprechen. Das russische Außenministerium misst dem konstruktiven Dialog mit den Gesetzgebern große Bedeutung bei, da Sie unser gesamtes multinationales Volk vertreten, ständig mit den Wählern in Kontakt stehen und aus erster Hand Informationen zu den Anliegen unserer Bürger und deren Meinung zu unserem Handeln auf internationaler Ebene erhalten.

Im Dezember 2025 haben wir uns mit Ihren Kollegen aus dem Föderationsrat getroffen. Gestern haben wir einen ausführlichen Meinungsaustausch mit den Vorsitzenden der Fraktionen und der Fachausschüsse der Staatsduma unter Beteiligung ihres Vorsitzenden W. W. Wolodin geführt. Als Ergebnis des gestrigen Gesprächs wurde unsere Einigkeit zur grundsätzlichen Unterstützung der Außenpolitik, die vom russischen Präsidenten W. W. Putin vorgegeben wird, bekräftigt. Die vorrangigen Schritte unserer Zusammenarbeit wurden festgelegt, darunter Fragen zur weiteren Entwicklung der parlamentarischen Diplomatie sowie zur Harmonisierung der Diplomatie in Bezug auf Exekutive, Präsidentschaft und Parlament.

Eine solche Bündelung der Kräfte ist unter den gegenwärtigen Umständen zweifellos ausgesprochen notwendig. Russland ist gerade dabei seine legitimen Rechte im heftigen Wettstreit der entstehenden multipolaren Weltordnung zu behaupten. Wir müssen dies oft gegen den Willen einer westlichen Minderheit durchsetzen, welche nicht bereit scheint, ihre maßlosen Ansprüche zu zügeln, um mit all jenen, die auf der Grundlage souveräner Gleichheit und den entsprechenden Prinzipien des Völkerrechts arbeiten, respektvoll umzugehen Die meisten Länder gehören zu dieser Gruppe. Sie zählen zu zuverlässigen und vielversprechenden Partner unsererseits. Ich scheue mich nicht zu sagen: Der Westen hat sich bis heute noch nicht …

… von der Manie seiner Kolonial- und Sklavenhalter-Grandeur befreit.

Die dramatischen Ereignisse zu Beginn dieses Jahres, darunter die bewaffnete Invasion Venezuelas durch Vereinigten Staaten, der zunehmende US-Druck auf Kuba, die Versuche, die Lage im Iran zu destabilisieren und die Krise um Grönland – Sie alle haben davon gehört und es gesehen – haben unsere Einschätzung bestätigt, dass die Welt in eine Ära schneller und tiefgreifender Veränderungen eingetreten ist. Einige Experten sprechen sogar von einer Ära der Umwälzungen. Eines ist klar: Es handelt sich nicht um ein vorübergehendes Phänomen, sondern um eine neue Phase weltweiter Entwicklung, vielleicht sogar um eine neue Ära. Diese Phase kann viele Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern.

Die Essenz dieser Phase ist uns im Prinzip klar und wir wissen, dass dies auch allen unseren politischen Kräften klar ist. Der allgemeine Trend zur Entstehung eines gerechteren und nachhaltigeren multipolaren Systems wird begleitet von einem Kampf der „alten”, ehemaligen Führer – die, wie gesagt, sich im Westen konzentrieren – mit den neuen, an Stärke gewinnenden Entwicklungszentren, welche die Mehrheit der Weltbevölkerung darstellen:

Dieser Kampf gewinnt an Dynamik und hat praktisch alle geografischen Regionen erfasst!

Betrachtet man die Situation aus dieser Perspektive, wird verständlich, warum beispielsweise eine ehemalige Kolonialmacht wie Frankreich versucht, ihr unliebsam gewordene national orientierte Regierungen aus Ländern der Sahara-Sahel-Zone und anderen Regionen des afrikanischen Kontinents zu stürzen. Jene Länder haben sich längst davon verabschiedet, sich in allem von der ehemaligen Metropole gängeln zu lassen. Aber Paris gibt nicht auf und versucht, sich nicht nur auf Oppositionelle in afrikanischen Ländern abzustützen, sondern auch auf offen terroristische Gruppen, die, wie Sie wissen, auf Kämpfer ukrainischer Formationen zurückgreifen. Es ist bedauerlich, dass die französischen Eliten weiterhin diesen kolonialen Methoden folgen, einschließlich des berüchtigten „Teile & Herrsche-Prinzips“, welches den afrikanischen Völkern bereits Millionen Menschenleben gekostet hat.

Berlin, das von revanchistischen Fantasien getrieben wird, steht Paris in nichts nach!

Anders lässt sich die Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, die deutsche Armee wieder zur stärksten in Europa machen zu wollen, nicht erklären. Die heutige Generation deutscher, französischer und anderer europäischer Politiker hat Poltawa, Beresina, Stalingrad und den Bogen von Kurz offensichtlich schon wieder vergessen!

Die komplexe Lage der strategischen Stabilität, für deren Verschlechterung eine Reihe europäischer Russlandhasser grundlos gerade Russland verantwortlich machen, lässt ebenso wenig Optimismus aufkommen. Unterdessen wurde die von Russlands Präsident W. W. Putin vorgebrachte Initiative zur weiteren freiwilligen Einhaltung der im Vertrag über strategische Offensivwaffen festgelegten zentralen quantitativen Beschränkungen von der amerikanischen Seite ohne offizielle Antwort beschieden. Wir gehen davon aus, wonach das von Präsident W. W. Putin verkündete Moratorium von unserer Seite aus bestehen bleibt. Allerdings nur so lange, wie auch die USA die genannten Grenzen nicht überschreiten. Wir werden verantwortungsbewusst und überlegt handeln, auf Grundlage von Analysen zur Militärpolitik der Vereinigten Staaten, die wir konstant betreiben sowie der allgemeinen Lage im strategischen Bereich.

Vor dem Hintergrund hysterischer Russophobien, welche Europa erfasst haben, ist die offen servile Haltung der Europäischen Union gegenüber den Ansprüchen Washingtons zu Grönland bemerkenswert. Wie der russische Präsident W. W. Putin bemerkte, gehen wir davon aus, dass dieses Thema uns nicht direkt tangiert. Die USA, Dänemark und Grönland haben untereinander einig zu werden und dabei die Meinung der Bewohner der größten Insel zu berücksichtigen, …

… denen die Regierung in Kopenhagen über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg offiziell ziemlich grausam begegnet ist!

Man könnte sagen, wie Menschen zweiter Klasse – dazu gibt es zahlreiche Belege!

Selbstverständlich werden wir im Falle einer Militarisierung Grönlands und der Schaffung von militärischen Kapazitäten, die gegen Russland gerichtet wären, angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen, darunter auch militärisch-technischer Art. Dennoch besagt unsere grundsätzliche Position, dass die Arktis eine Zone des Friedens und der Zusammenarbeit bleiben sollte.

Sobald man über Grönland spricht, sollte man nicht außer Acht lassen, dass, wie in vielen anderen Fällen auch, die „Verfechter” von Frieden und Ordnung, die sich auf westliche „Regeln” berufen, offen mit zweierlei Maß messen. Das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung wird anerkannt, während das Recht der Völker der Krim, des Donbass und Neurusslands, ihr Schicksal in Einheit mit Russland zu bestimmen, weiterhin abgelehnt wird. Wir lehnen diese verdrehte, offen voreingenommene Logik kategorisch ab. Wir werden in allen Kontakten mit unseren internationalen Partnern für Wahrheit und Recht eintreten. Wir werden politische und diplomatische Unterstützung leisten, um all die Ziele und Aufgaben der speziellen Militäroperation zu erreichen.

Wir betonen immer wieder, dass eine nachhaltige Lösung der Krise, die vom „kollektiven Westen” in der Ukraine provoziert wird, ohne die Beseitigung ihrer Ursachen nicht möglich ist. Dieser Ansatz wurde, wie Sie wissen, auch von der Administration des US-Präsidenten Donald Trump anerkannt. Auf dieser Grundlage wurde während des Treffens der Präsidenten Russlands und der USA in Alaska im August 2025 eine Einigung erzielt, wie eine nachhaltige, langfristige Lösung des Ukraine-Problems erreicht werden kann: Diese Einigung bleibt weiterhin „auf dem Tisch!”

Wir sind unseren Freunden aus den Emiraten für ihre Vermittlungsbemühungen dankbar, darunter auch für die Bereitstellung des Forums für Verhandlungen unter Beteiligung von Vertretern Russlands, der USA und Ukraine. Die russischen Verhandlungsführer arbeiten weiterhin daran, dass die Sicherheit Russlands an seinen westlichen Grenzen und die Rechte der russischen und russischsprachigen Bevölkerung zuverlässig gewährleistet werden und die Bedrohungen durch das derzeitige Regime in Kiew und seine ausländischen Schutzherren beseitigt werden.

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, der vom russischen Präsidenten W. W. Putin bestätigte außenpolitische Kurs sieht die entschlossene Verteidigung der nationalen Interessen und die Schaffung günstiger äußerer Bedingungen zur steten Entwicklung unseres Landes vor.

Ich möchte betonen, dass wir im Gegensatz zu denen, die nach den Worten des russischen Präsidenten W. W. Putin aufgrund ihrer Machtposition es für angemessen halten, anderen ihren Willen zu diktieren, Lebensweisheiten zu predigen und Befehle zu erteilen, wir hingegen niemanden bedrohen und unsere Sichtweisen aufzwingen möchten. Ganz im Gegenteil, unsere Diplomatie fördert ganz bewusst eine ehrliche, gleichberechtigte und für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft mit allen, die bereit sind, mit uns auf der Grundlage dieser Prinzipien zusammenzuarbeiten.

Ein Beispiel für eine solche Zusammenarbeit sind zweifellos die partnerschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zu China, unserem großen östlichen Nachbarn. Im Jahr 2025 tauschten unsere Staatschefs, Präsident Wladimir Putin und Präsident Xi Jinping, Besuche aus, die anlässlich der Feierlichkeiten zum Sieg im Großen Vaterländischen Krieg und im Zweiten Weltkrieg stattfanden. Der vorbildliche Charakter der umfassenden Partnerschaft und strategischen Zusammenarbeit zwischen Russland und China wurde während des jüngsten Kontakts unserer Staatschefs am 4. Februar dieses Jahres im Rahmen einer Videokonferenz bekräftigt. Der russische Staatschef nahm die Einladung zu einem offiziellen Besuch Chinas in der ersten Hälfte des Jahres 2026 dankbar an. Wir werden uns aktiv und produktiv darauf vorbereiten!

In wenigen Tagen wird das gesamte chinesische Volk das neue Jahr nach dem Mondkalender feiern: Wir wünschen unseren Freunden, dass sich die Erfolge der chinesischen Nation auf dem Weg zum Wohlstand im kommenden Jahr des „Feurigen Pferdes“ vervielfachen mögen!

Die Entwicklung unserer Beziehungen zur VR China übt einen stabilisierenden Einfluss auf das gesamte System der internationalen Beziehungen aus und spielt gleichzeitig eine wichtige Rolle bei der Lösung der strategischen Aufgabe, einen Gürtel der guten Nachbarschaft entlang der russischen Grenzen zu errichten.

Zu diesem Zweck unterstützen wir auch die Umsetzung der Initiativen des russischen Präsidenten W. W. Putin als gleichsam Aushängeschilder, welche auf den Aufbau einer Architektur gleicher und unteilbarer Sicherheit sowie einer breiten, praktischen Zusammenarbeit auf dem eurasischen Kontinent abzielen. Dies beinhaltet unter anderem die harmonische Verknüpfung bestehender Integrationsprojekte, die Entwicklung einer horizontalen Zusammenarbeit im Rahmen multilateraler Strukturen und die Schaffung eines umfassenden Systems von Sicherheitsgarantien für alle Länder des eurasischen Kontinents. Unser Konzept schließt auch diejenigen Länder der Europäischen Union und der NATO ein, die ihre feindselige Politik aufgeben würden, um anzuerkennen, dass es keine Alternative zur praktischen Anwendung des Prinzips der Unteilbarkeit der Sicherheit gibt. Das war seinerzeit mehrfach von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa [OSCE] verkündet, aber vom „kollektiven Westen” nie eingehalten worden.

Einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung der eurasischen Architektur leisten die in Kraft getretenen Verträge über Sicherheitsgarantien mit Belarus, über eine umfassende strategische Partnerschaft mit der DVRK [Demokratische Volksrepublik (Nord-)Korea] und der Islamischen Republik Iran. Ich möchte von dieser Tribüne aus noch einmal unseren tiefen Dank an unsere koreanischen Freunde für ihre Bündnis-Hilfe bei der Befreiung der Region Kursk von ukrainischen Militanten zum Ausdruck bringen!

Zur Stärkung der nationalen Sicherheit und zur Aufrechterhaltung der Stabilität in der gesamten Region tragen die strategischen Partnerschafts- und Bündnisbeziehungen zu unseren unmittelbaren Nachbarn bei – den Ländern des nahen Auslands, wie wir zu sagen pflegen, wie zu den Staaten der GUS [Gemeinschaft Unabhängiger Staaten] und der CSTO [Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit, kurz OVKS]. Wir werden daran arbeiten, diese Beziehungen weiter zu verbessern. Eine gute Gelegenheit dazu bietet die diesjährige Präsidentschaft Russlands in der CSTO. Zu den Prioritäten, die vom russischen Präsidenten W. W. Putin verkündet wurden, gehörten die Vertiefung der außenpolitischen Koordinierung der CSTO-Mitgliedstaaten, die Förderung gemeinsamer Initiativen und die Ausweitung der Kontakte der Organisation mit internationalen Partnern.

Aktive Diplomatie, auch auf höchster Ebene, kennzeichnet unsere Beziehungen zu vielen anderen Mächten Eurasiens. Insbesondere wurde im Rahmen des Staatsbesuchs von Präsident W. W. Putin in Indien im Dezember 2025 ein umfangreiches Paket gemeinsamer Dokumente unterzeichnet, das die russisch-indischen Beziehungen als besonders privilegierte strategische Partnerschaft bereichert.

Die Zusammenarbeit mit der arabischen Welt entwickelt sich fruchtbar. Allein im Januar dieses Jahres traf Präsident W. W. Putin persönlich mit den Staatschefs von Palästina, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Syrien zusammen.

Eine vielschichtige Zusammenarbeit verbindet uns mit der Türkei und den befreundeten Staaten Süd- und Südostasiens. Einen wichtigen praktischen Beitrag zur Förderung von Integrationsinitiativen in Eurasien leisten Integrationsverbände wie die EAEU [Eurasische Wirtschaftsunion], die SCO [Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit] und ASEAN [Verband Südostasiatischer Nationen]. Zwischen diesen drei Organisationen wird eine nützliche Koordinierung proaktiv aufgebaut.

Die strategische Partnerschaft zwischen Russland und Afrika erreicht neue Höhen. Im Dezember 2026 fand in Kairo das zweite Ministertreffen des „Partnerschaftsforums Russland-Afrika“ statt. Dieses Treffen zeigte gute Aussichten für die weitere Entwicklung unserer Zusammenarbeit und vereinbarte Ansätze für die Organisation des „Dritten Russland-Afrika Gipfels“, der für 2026 geplant ist.

In den Beziehungen zu den Ländern Lateinamerikas und der Karibik möchte ich die intensiven Kontakte zu Brasilien, das 2025 erfolgreich den Vorsitz in der BRICS-Gruppe innehielt, erwähnen. Wir schätzen die Entscheidung der sandinistischen Führung Nicaraguas, Donbass und Neurussland als untrennbaren Teil Russlands anzuerkennen, sehr. Wir sind solidarisch mit den Völkern Venezuelas und Kubas, die, wie ich bereits erwähnt habe, einem enormen Druck von außen ausgesetzt sind!

Wir beabsichtigen, unseren Freunden gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten jede erforderliche Unterstützung zukommen zu lassen. Mit allen, für die Ideale der Freiheit, souveräner Gleichheit, Selbstbestimmung der Nationen und Demokratie in internationalen Angelegenheiten keine leeren Worte sind.

Genau an diesen Idealen orientieren wir uns bei unseren Bemühungen auf multilaterale Plattformen, insbesondere im Rahmen von BRICS. Mit unserer aktiven Beteiligung fungiert diese Vereinigung als stabilisierender Faktor in internationalen Angelegenheiten – als Anziehungspunkt für die Staaten der Weltmehrheit! Gemeinsam mit unseren Partnern in diesem Zusammenschluss diskutieren und realisieren wir weiterhin Initiativen, die während des BRICS-Gipfels unter dem Vorsitz Russlands im Herbst 2024 in Kasan vorgeschlagen und verabschiedet wurden.

Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, im Rahmen der BRICS-Staaten Plattformen für die ungehinderte Umsetzung von Handels-, Wirtschafts-, Währungs-, Finanz- und Investitionsbeziehungen aufzubauen. Plattformen, die nicht von illegalen Sanktionen und anderen unfreundlichen Maßnahmen des Westens abhängig wären und gegen die Normen und Prinzipien des Welthandels und der internationalen Wirtschafts- und Finanzbeziehungen verstoßen!

Auf der Plattform der Vereinten Nationen arbeiten wir gemeinsam mit unseren Gleichgesinnten aus der Gruppe der „Freunde zur Verteidigung der Charta der Organisation“ daran, dass die in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätze in ihrer Gesamtheit und Wechselbeziehung und nicht selektiv, wie es der Westen gerne tut, eingehalten werden.

Heute durchlebt die UNO schwierige Zeiten und spürt die ganze Last der tiefen Widersprüche, die zwischen den führenden Weltmächten bestehen. Dennoch kann die Rolle der Organisation als Plattform zur Abstimmung der Interessen unter Staaten nicht geleugnet werden. Wir sind entschlossen, die uns in der UNO zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen, um die Prioritäten Russlands voranzubringen.

Im Dezember 2025 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen auf Initiative unseres Landes den Beschluss gefasst, den 14. Dezember zum Internationalen Tag des Kampfes gegen Kolonialismus“ in all seinen Formen und Ausprägungen und den 4. Dezember zum „Internationalen Tag des Kampfes gegen einseitige Zwangsmaßnahmen“ zu erklären. Ich bin überzeugt, dass dies unserer gemeinsamen Arbeit mit vielen Staaten des Globalen Südens zur Beseitigung moderner Praktiken des Neokolonialismus und zur Schaffung von sanktionsresistenten, „allwettertauglichen“ Mechanismen der internationalen Zusammenarbeit neue Impulse verleihen wird.

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

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Fortsetzung mit Teil 2 folgt.

Von unserer Redaktion ‚Zeitgeschichte und Globalpolitik‘.
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