Alex Krainer, Analyst, Autor und Gründer von Krainer Analytics, zeigt am Beispiel westlicher Kriegshetze gegen den Iran auf, wie das von Jeffrey Epstein aufgezogene Atlantik-Netzwerk, auch künftig für engste Bande unter den Tätern sorgt und seine weltweite Kriegspolitik weiterverfolgt.
Das Transkript der Analyse von Alex Krainer aus seinem Video
„Von Epstein zum Iran“ vom 04.02.2026 in deutscher Sprache
Wir erleben gerade eine der gefährlichsten Verschleierungen der Geschichte, die den meisten Leute nicht gewahr ist. Denn begraben unter dem Lärm täglicher Schlagzeilen tritt inzwischen noch eine Geschichte, welche Jeffrey Epsteins schattenhaftes Netzwerk mit eskalierenden Spannungen gegen den Iran verknüpft, zutage.
Es ist nicht das, woran man denkt: Bisher sprach man vorrangig von verborgenen Millionenbeträgen und Geister-Akten, was mächtige Institutionen hoffen lässt, dass alles für immer verborgen bliebe, was auf dem geopolitischen Schachbrett – auf eine für uns alle bedrohliche Weise – Erpressung, Geheimdienstoperationen und künstlich herbeigeführte Krisen zusammenführt:
Denn beim Epstein-Skandal geht es nicht um die Verbrechen eines Einzeltäters!
Es geht vielmehr um:
- einen riesigen Geheimdienstapparat mit Geflechten kompromittierenden Materials, welches die höchsten Etagen westlicher Macht infiziert!
- Geldströme, welche Wall Street mit verdeckten Operationen im Nahen Osten verbinden!
Im Zuge der Spannungen gegen den Iran, die einen weiteren verheerenden regionalen Konflikt ankünden und eskalieren, treiben dieselben verborgenen Strukturen politische Entscheidungen voran, um die globale Ordnung umzuformatieren. Sogenannte Geister-Files bzw. Dokumente, die kompromittierende Informationen über Politiker, Finanziers und Entscheidungsträger enthalten, zeigen, wie unsere Außenpolitik nicht von Sachverstand, aber von Sonderinteressen, beeinflusst wird. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern lässt sich aus vorhandenen Mustern ableiten. Das Verständnis dieser Zusammenhänge kann den Weg aufzeigen, um durch das nächst Kommende zu navigieren.
Lassen Sie mich mit einer Frage beginnen, die unangenehm klingt, der man jedoch unter keinen Umständen ausweichen darf. Hätte man davon ausgehen sollen, dass:
- … nach dem Ableben von Jeffrey Epstein in seiner Zelle in Manhattan im August 2019 diese Geschichte erledigt wäre?
- … jemand mit derartigen Verbindungen, Ressourcen und tiefen Verflechtungen mit Geheimdiensten und mit der globalen Elite all diese Geheimnisse einfach mit ins Grab nehmen würde?
Viele gingen davon aus, denn das sollte man glauben:
Die Mainstream-Medien wollten, das man ihnen dies abnähme!
Es sollte bedeuten: Der Fall wäre abgeschlossen und das Monster verschwunden – es sei Zeit weiterzumachen: Aber diese nette kleine Schlussfolgerung ignorierte das Problem jahrzehntelanger operativer Realität sowie Berge an Beweisen.
Vor allem verfehlte diese Annahme den springenden Punkt, was Epstein tatsächlich war: Denn, Epstein war nicht nur ein Finanzier, der zufällig ein beunruhigendes Privatleben führte. Er war nicht einfach nur ein reiches Raubtier, der sein Geld nutzte, um Schwache auszubeuten, obwohl er das sicherlich auch tat. Was Epstein repräsentierte, war etwas viel Raffinierteres und Gefährlicheres als man sich unter Macht in der modernen Welt vorzustellen vermochte. Epstein war der Knotenpunkt in einem Netzwerk und der Vermittler von Geheimdienstoperationen, die sich über Kontinente erstreckten:
Epstein spielte Schlüsselfigur in einer Ökonomie zur Beschaffung kompromittierender Materialien!
Es wurde zu einem System der Einflussnahme, in der:
- Informationen über die dunkelsten Geheimnisse von Menschen zu barer Münze werden!
- in der kompromittierendes Material über mächtige Personen sich zur ultimativen Form der Kontrolle verwandelt!
Doch dieses Ökonomie-System starb mit Epstein nicht aus – es ist heute vielmehr aktiver denn je:
Seine Tentakel reichen direkt bis zur gegenwärtigen Eskalation der Spannungen gegen den Iran hinein!
Manche wollten jetzt die Fragen stellen:
- Wie soll denn diese Geschichte von Epstein mit dem Iran zusammenhängen?
- Was haben Anklagen zu Sexhandel und Geheimdienstoperationen in New York und Florida mit der Geopolitik des Nahen Ostens zu tun?
Die Antwort lautet: Alles! Zum Verständnis der Zusammenhänge, wird es jedoch notwendig über die oberflächlichen Narrative, verbreitet durch Massenmedien, hinwegzusehen. Es gilt vielmehr, gleich Analysten von Nachrichtendiensten vorzugehen, um dem Geld und den Beziehungen nachzuspüren und zu verstehen, dass in der Welt der verdeckten Operationen nichts jemals so war, wie es schien.
Man sollte daher mit dem beginnen, was über Epsteins tatsächliche Rolle schon bekannt ist. Zahlreiche investigative Journalisten, ehemalige Mitarbeiter von Nachrichten sowie Ermittler haben umfangreiche Verbindungen zwischen Epstein und Geheimdiensten, insbesondere zum israelischen Geheimdienst, mit Hilfe von Personen, die mit Mossad-Operationen in Verbindung stehen, dokumentieren können. Der Zweck der Operationen war nicht nur voyeuristischer oder krimineller Natur im herkömmlichen Sinne, sondern strategisch ausgerichtet: Indem man mächtige Personen, Politiker, Führungskräfte von Unternehmen, Wissenschaftler und Militärs kompromittierte, schuf man ein Netzwerk kontrollierbarer Ressourcen:
Man züchtete Personal, das nach eigenem strategischen Gutdünken beliebig beeinflusst, gelenkt oder wieder zerstört werden konnte!
Das ist Geheimdienstarbeit nach dem Lehrbuch und wurde im Laufe der Geschichte von jeder Großmacht praktiziert. Was Epsteins Operation so einzigartig macht, war der Umfang, die Dreistigkeit und das Ausmaß an Schutz, was dem Vorhaben über so viele Jahre hinweg zugutekam.
An dieser Stelle wird es überaus interessant und die Verbindung zum Iran deutlich macht. Unter den Materialien, die in Epsteins verschiedenen Wohnsitzen, seinem Stadthaus in Manhattan, seiner Ranch in New Mexico und auf seiner Karibikinsel vermeintlich beschlagnahmt wurden, fanden sich umfangreiche Nachweise. Es handelt sich um Terabytes an Daten, Videoaufzeichnungen über tausende Stunden, detaillierte Dossiers über Einzelpersonen und vor allem Finanzunterlagen, die Geldflüsse durch ein Netzwerk-Labyrinth von Offshore-Konten, Briefkastenfirmen und Zwischenhändlern nachverfolgen lassen. Ein Teil dieses Materials wurde durch Gerichtsverfahren und investigativen Journalismus öffentlich gemacht, aber der größte Teil blieb unter Verschluss, ist geheim oder scheint einfach verschwunden:
Das sind besagte „Geister-Akte”, wie solche von Insidern der Nachrichtendienste benannt werden!
Es handelt sich dabei um Materialien, die offiziell nicht existieren, von denen aber jeder in der Branche weiß, dass sie sich in sicherer Verwahrung befinden, analysiert und als Waffe eingesetzt werden. Dazu findet sich das Besondere an diesen Geister-Akten in dem, was in direktem Zusammenhang mit der aktuellen geopolitischen Lage steht. Die Files enthalten nicht nur Informationen über Politiker und Finanziers. Sie enthalten auch Beweise dafür, wie:
- Geld durch das globale System fließt, um verdeckte Operationen zu finanzieren.
- politische Entscheidungen vielmehr durch Erpressung und Druck als demokratische Prozesse getroffen werden.
- wie Politik im Nahen Osten nicht von nationalen Interessen, sondern vor allem von einem relativ kleinen Personen-Netzwerk geprägt ist, welches viel zu verbergen hat.
Die Beweise erhalten besonderes Gewicht, wenn man in Rechnung stellt, dass:
- viele der wichtigsten Architekten atlantischer Iran-Politik der letzten zwei Jahrzehnte im Umfeld von Epstein zu finden waren.
- einige der aggressivsten Stimmen für eine Konfrontation mit Teheran, nachweislich Verbindungen zu denselben Netzwerken, die Epstein kuratierte, unterhielten:
Und plötzlich fügen sich Teile auf sehr beunruhigende Weise zusammen!
Man muss auch die verborgenen Millionen ansprechen, welche der finanziellen Dimension besondere Bedeutung verleihen, denn Epsteins Vermögen blieb bis heute ein Rätsel. Er behauptete, nur Geld für Milliardäre verwaltet zu haben. Doch die tatsächlichen Beweise für seine legitimen finanziellen Aktivitäten waren bemerkenswert dünn. Man weiß nur, dass enorme Geldsummen über seine Konten flossen, oft aus Quellen im Nahen Osten, oft durch Kanäle, die später wegen Geldwäsche untersucht worden waren. Ein Teil dieses Geldes floss angeblich in Operationen, die nichts mit Investmentmanagement, sondern ausschließlich mit der Beschaffung von Informationen für Einflussnahmen, zu tun hatte. Jetzt, nach seinem Tod, gibt es Konten, Trusts und Finanzvehikel, die Millionen enthalten, …
… möglicherweise Hunderte von Millionen, die eingefroren, umstritten oder einfach nicht nachweisbar scheinen!
Diese verborgenen Millionen stellen mehr als nur Vermögenswerte in der Nachlassabwicklung dar. Sie stellen Hebel dar, die noch ausgespielt werden können:
- für Operationen, die damit finanzierbar würden,
- als Beweise für Verbindungen, die mächtige Leute lieber verborgen halten würden!
Die Fragen dazu, lauten:
- Wer kontrolliert den Zugang zu diesen geheimen Dossiers bzw. verborgenen Millionenbeträgen?
- Wer erbte, wenn nicht das Geld, aber die Macht, die mit all dem Wissen einhergeht, um informiert zu sein, wo all die Leichen begraben liegen?
- Wie nutzen diese Personen und Institutionen besagte Macht aus, um die Politik gegenüber dem Iran und dem Nahen Osten künftig insgesamt zu beeinflussen?
Das sind keine abstrakten Fragen, sondern sie haben vielmehr reale Auswirkungen darauf:
- ob die Welt in einen weiteren katastrophalen regionalen Krieg hineinstolpert,
- ob weitere amerikanische Truppen im Nahen Osten stationiert würden,
- ob sich das empfindliche Gleichgewicht globaler Machtverhältnisse in einer Weise verschieben würde, was größere Konfrontationen zwischen Atomwaffenstaaten nach sich ziehen könnte?
Aus öffentlich zugänglichen Nachrichtenquellen, investigativen Berichten und Mustern der Politikgestaltung über die letzten Jahrzehnte lässt sich ableiten, dass eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit all jene ausmacht, die auf aggressive Maßnahmen gegen den Iran drängen:
Viele dieser Personen und Think Tanks haben nachweislich finanzielle Verbindungen zu Netzwerken, die über Schnittmengen zu denen mit Epsteins Aktivitäten verfügen!
Ich behaupte nicht, dass Epstein selbst die Iran-Politik bestimmte – das wäre absurd! Ich behaupte lediglich, dass dieselben Einflussmechanismen, dieselben Nachrichtendienstnetzwerke und Methoden zur Kontrolle von Entscheidungsträgern, wie sie Epsteins Aktivitäten veranschaulichen, derzeit aktiv genutzt werden, um eine bestimmte Agenda im Nahen Osten voranzutreiben. Eine Agenda, die bestimmten regionalen Mächten, bestimmten Rüstungsunternehmen und bestimmten finanziellen Interessen dient, aber nicht den tatsächlichen Sicherheitsinteressen des amerikanischen Volkes.
Folgendes Beispiel soll zeigen, wie das in der Praxis tatsächlich ablaufen könnte: Man stelle sich vor, es handle sich um einen Politiker mittlerer Ebene mit Ambitionen auf ein höheres Amt. Dieser besucht bestimmte Partys, trifft bestimmte Leute und erhält Angebote, die zu attraktiv erscheinen, um sie abzulehnen:
- Vielleicht wären es Wahlkampfgelder aus Quellen, die man nicht ganz verstünde.
- Vielleicht wären es Geschäftsmöglichkeiten, um den Rest seines Lebens zu sichern.
- Vielleicht wäre es etwas, was einem persönlich Kompromittierung bescherte.
Nehmen wir an, dass ein paar Jahre später diese Person in einer Position tatsächlicher Macht gelandet wäre; z.B. als Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten oder als Unterstaatssekretär im US-Außenministerium oder als Berater des Nationalen Sicherheitsrates. Plötzlich bekäme diese Person Anweisungen, für seine Handlungen zur Iran-Politik. Die Anweisungen enthielten zwar keine expliziten Drohungen, aber die betroffene Person wüsste sofort, dass es Materialien, Aufzeichnungen und Finanzunterlagen gebe, die, falls sie ans Licht kämen, seine Karriere sofort wieder beenden könnten. So nimmt der Betroffene in Folge Positionen ein, wozu er angeleitet wurde:
- Man stimmt für Sanktionen!
- Man unterstützt militärische Aufrüstung!
- Man befürwortet den konfrontativen Ansatz!
- Man bekräftigt, dass dies die richtige Politik sei!
Man glaubt wirklich an die Analyse, die einem vorgelegt wurde. Aber tief im Inneren weiß der Betroffene, dass ihm die Freiheit, unabhängige Entscheidungen zu treffen, schon vor Jahren abhanden gekommen war!
Skalierte man dieses Szenario auf Hunderten von Personen in einflussreichen Positionen hoch, kann man erfassen, wie ein solche Politik nicht durch rationale Überlegungen nationaler Interessen, sondern durch ein System von Einflussnahmen und Kontrolle, das fast vollständig außerhalb der demokratischen Rechenschaftspflicht operiert, beeinflusst würde. Das ist es, was die Ghost-Files ausmachen. Sie sind nicht nur historische Aufzeichnungen vergangener Verbrechen:
Sie repräsentieren reale Instrumente zur aktiven Einflussnahme!
In Verbindung mit den aktuellen Spannungen um den Iran stellt der gegenwärtige Zeitpunkt keinen Zufall dar. Über die letzten Jahre, nachdem verschiedene Gerichtsverfahren immer mehr Informationen über Epsteins Netzwerke ans Licht zu bringen drohten, hat man gleichzeitig eine dramatische Eskalation einer anti-iranischen Rhetorik und Politik feststellen können:
- Sanktionen verschärften sich auf ein Niveau, das einer Wirtschaftskriegsführung gleichkommt!
- die Verlagerung militärischer Mittel in die Region, sieht verdächtig nach Vorbereitungen für einen größeren Konflikt aus!
- Geheimdienste veröffentlichten Einschätzungen, nach denen der Iran als unmittelbare Bedrohung dargestellt wurde, doch oft aufgrund vermeintlicher Beweise, die sich später als übertrieben oder erfunden herausstellten!
Im Zuge dieser Entwicklung traten jene Stimmen, jene Think Tanks sowie jene politischen Akteure mit Verbindungen zu jenen Netzwerken, die genau Epstein bediente, als die lautstärksten Befürworter für Konfrontationen auf!
Warum geht es gerade gegen den Iran und warum rückt gerade dieses Land in den Fokus der Aktivitäten dieses Netzwerks? Die Antwort ist komplex, doch lässt sich in mehrere Schlüsselbereiche unterteilen:
- Erstens, stellt der Iran eines der letzten großen Hindernisse für die vollständige regionale Vorherrschaft bestimmter Mächte im Nahen Osten, die enge Verbindungen zu westlichen Geheimdienst- und Finanznetzwerken unterhalten, dar!
- Zweitens, verfügt der Iran über enorme Energieressourcen. Die Kontrolle über diese Ressourcen oder zumindest die Verhinderung ihrer freien Erschließung und Ausfuhr durch den Iran dient bestimmten wirtschaftlichen Interessen!
- Drittens, und vielleicht am wichtigsten, dient der Konflikt mit dem Iran als ständige Rechtfertigung für Militärausgaben, für regionale Militärpräsenz und für einen Sicherheitsapparat, der seit dem 11. September 2001 enorm angewachsen ist!
Kriege und Kriegsgefahr sind für bestimmte Sektoren unglaublich profitabel und bieten eine perfekte Rechtfertigung für Aktivitäten, die ansonsten in Frage gestellt oder untersucht würden. Doch in Folge wird es noch unheimlicher. Die Geister-Akten sorgen nicht nur über Einfluss auf Politiker und Entscheidungsträger im Westen, sondern enthalten auch Beweise:
- für Finanznetzwerke, die beide Seiten regionaler Konflikte finanzierten und Geld an extremistische Gruppen weiterleiteten, soweit dies bestimmten strategischen Zwecken diente!
- für eine Politik, die dazu beigetragen hat, genau das Chaos zu schaffen, das in Folge als Rechtfertigung für weitere Interventionen herangezogen würde!
Das beinhaltet diese ultimativ zynische Strategie:
Man schafft selbst das Problem und positioniert sich dann selbst als unverzichtbare Lösung für das Dilemma!
Währenddessen profitiert man selbst enorm vom Chaos und der vermeintlichen Abhilfe!
Die zuvor erwähnten verborgenen Millionenbeträge erhalten hierbei besonderes Bedeutung, zumal sie Mittel darstellen, die noch für Operationen eingesetzt werden können, von denen die Öffentlichkeit, wenn überhaupt, erst Jahre später etwas erfahren würde. Diese Mittel tauchen weder in Staatshaushalten auf, noch unterliegen sie der Aufsicht des US-Kongresses. Sie fließen über private Kanäle, Mittelsmänner und Zwischenhändler zur Finanzierung von Aktivitäten und zur Einflussnahme auf Medien und Thinktanks bis hin zur direkten Unterstützung regionaler Akteure, welche bestimmte strategische Zielen zu verfolgen haben.
Ein Teil dieser Gelder kann zu Gruppen zurückverfolgt werden, die mutmaßlich innerhalb und außerhalb der iranischen Grenzen operieren. Es handelt sich um Gruppen, die Sabotageakte, Attentate und Provokationen durchführen, um den Iran bedrohlicher erscheinen zu lassen, als er tatsächlich ist oder um iranische Reaktionen zu provozieren, die dann zur Rechtfertigung für Eskalationen dienen.
Zur Klarstellung und entgegen einer vereinfachten Darstellung sei an dieser Stelle gesagt: Es wird hier nicht behauptet, dass der Iran unschuldiges Opfer ohne Agenda oder genuine eigene Sicherheitsinteressen wäre. Der Iran ist eine wichtige Regionalmacht mit eigenen strategischen Interessen, eigenen Geheimdienstoperationen und einer eigenen Bilanz an Handlungen, die zu Recht kritisiert werden können. Ich sage nur, dass die Art und Weise, wie man über den Iran, in Kombination mit dem Narrativ, welches um diese Konfrontation herum konstruiert wird, denken soll, indem man von Personen und Netzwerken, deren Motive zutiefst fragwürdig scheinen, geprägt wird.
Eine solche Politik basiert nicht auf ehrlicher Einschätzung der Bedrohungslage und Chancen. Sie basiert auf den Imperativen von Menschen, die durch Beeinflussung kontrolliert würden und auf jene Art von Operationen zurückgeführt werden können, die gerade das System-Epstein ermöglicht hat.
Das bringt uns zur wirklich unangenehmen Frage, die man zu stellen hat. Wenn das Epstein-Netzwerk so viel Einfluss hatte, wenn die Geister-Files so viel Sprengstoff enthalten, wer ist da noch kompromittiert und wie tief reicht das? Wir kennen einige wenige prominente Namen, weil sie in Gerichtsdokumenten oder Untersuchungsberichten vorkommen:
Aber was ist mit denen, die nicht namentlich erwähnt wurden?
- Was ist mit den Personen, die derzeit in hohen Positionen in Regierungen Medien, der Wissenschaft, im Militär und in den Geheimdiensten tätig sind?
- Wie viele von ihnen treffen Entscheidungen nicht aufgrund ihres besten Urteilsvermögens, sondern aufgrund dessen, was sie über ihre eigenen Schwächen wissen?
Um noch weiter zu gehen: Wie viele unserer aktuellen politischen Maßnahmen, nicht nur in Bezug auf den Iran, sondern in einer ganzen Reihe von Fragen, werden von dieser verborgenen Architektur der Einflussnahme und Kontrolle geprägt?
Das sind Fragen, die den Kern der Sache betreffen: Leben wir tatsächlich in einem demokratischen System mit sinnvoller Rechenschaftspflicht oder erleben wir etwas, was nur oberflächlich wie eine Demokratie aussieht, während es in Wirklichkeit von viel dunkleren Mechanismen kontrolliert würde?
Ich denke, falls wir ehrlich zu uns selbst wären, deuten die Beweise zunehmend auf letzteres Szenario hin. Der Fall Epstein war keine Anomalie oder einmaliger Skandal – er tat ein Fenster auf:
- wie Macht tatsächlich funktioniert und Entscheidungen tatsächlich gefällt werden!
- wie Menschen, von denen wir annehmen, dass sie das Sagen haben, oft nur Marionetten sind, die zu einer Musik tanzen, die wir nicht hören können, weil wir keinen Zugang zu den Dossiers haben, die aufzeigen, wer wirklich die Fäden zieht!
Wo stehen wir heute? Was machen wir mit diesen Informationen? Zunächst einmal müssen wir Transparenz darüber einfordern, was in den noch versiegelten Akten steht. Jeder rechtliche Mechanismus, der das geheim zu halten versucht, sollte angefochten werden. Jeder Geheimhaltungserlass, der vor der Öffentlichkeit etwas verbergen wollte, muss in Frage gestellt werden. Die Ausrede, dass die Veröffentlichung dieser Informationen die nationale Sicherheit gefährde oder die diplomatischen Beziehungen schädige, wäre genau jene Art von Rechtfertigung, welche die Nutznießer dieser Geheimhaltung, uns glauben machen wollten. Echte nationale Sicherheit wird nicht dadurch gewährleistet, indem das amerikanische Volk im Unklaren darüber gelassen würde, wie seine Führer kompromittiert und kontrolliert werden. Echte Sicherheit entsteht durch Rechenschaftspflicht, durch Transparenz und durch eine Bürgerschaft, die verstünde, wie Macht tatsächlich funktionierte, um fundierte Entscheidungen zu treffen und festzustellen, wem man vertrauen und welche Politik man unterstützen könne.
Zugleich müssen wir unsere Herangehensweise an die Politik zum Iran und Nahen Osten generell völlig überdenken. Jede Empfehlung zur Aggression, jeder Aufruf zur Eskalation, jede Bedrohungsanalyse, die den Iran als unmittelbare Gefahr darstellt, muss nicht nur auf ihre Berechtigung hin überprüft werden, sondern auch darauf, wer die Empfehlung ausgesprochen hätte und welche potenziellen Interessenkonflikte sich dahinter verbergen könnten:
- Stehen sie in Verbindung mit Rüstungsunternehmen, die von Konflikten profitieren?
- Sind sie mit regionalen Mächten verbunden, welche die amerikanische Militärmacht zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen instrumentalisieren wollten?
- Handelt es sich um Personen, die in besagten
Diese Fragen müssen öffentlich gestellt und ehrlich beantwortet werden. Weiters müssen wir erkennen, dass …
… die Netzwerke der Repression und Kontrolle, für die Epstein stand, mit ihm nicht untergegangen sind, sondern weiterleben!
Die Netzwerke bleiben aktiv und werden gerade jetzt instrumentalisiert, um die Welt, in der wir leben, zu gestalten. Das zu verstehen, macht uns nicht paranoid oder verschwörerisch. Es macht uns nur realistisch in Bezug darauf, wie Macht im 21. Jahrhundert ausgeübt wird. Geheimdienste stellen ihre Operationen nicht ein, nur weil einer ihrer Organisatoren verhaftet wurde oder ums Leben kam. Die Netzwerke passen sich an. Die Methoden entwickeln sich weiter, aber die grundlegende Strategie, kompromittierendes Material und finanzielle Einflussnahme auszuspielen, um Entscheidungsträger zu kontrollieren, bleibt unverändert, weil das funktioniert.
Die Verbindung zwischen Epstein und dem Iran bildet keine gerade Linie, die man auf einer Karte ziehen könnte. Es ist ein Netz aus Beziehungen, Finanzströmen, Geheimdienstoperationen und kompromittierten Personen, die sich alle auf eine Weise überschneiden, was unsere Außenpolitik in eine Richtung lenkt und vielmehr einer verdeckten Agenda als dem öffentlichen Interesse entspricht, denn …
- … die Geister-Akte sind real!
- … die verborgenen Millionen sind real!
- … die Gefahr der Politik kompromittierter Führer ausgeliefert zu sein, ist sehr real!
Diese Verbindungen zu verstehen und dafür Rechenschaft einzufordern, ist vielleicht das Wichtigste, was wir derzeit tun können, um einen weiteren katastrophalen Krieg zu verhindern, der uns über Lügen verkauft und aus Gründen, die nichts mit unserer wahrer Sicherheit zu tun hätten, geführt würde.
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Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA
- Das Video „Von Epstein zum Iran“ von Alex Krainer in englischer Sprache: HIER
- Yuri Baranchik zum Fall Epstein in der ganzen Dimension: HIER
- Alastair Crooke zur US/Israel – Iran Strategie in der Sackgasse: HIER
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