Die venezolanischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine Operation gegen den grenzübergreifenden Drogenhandel durchgeführt. Der Einsatz fand demnach am Mittwoch in der Gemeinde Atabapo im Bundesstaat Amazonas statt. Bei der Operation wurden drei Kleinflugzeuge und zwei Start- und Landebahnen zerstört, die in den Drogenschmuggel involviert waren. In einer Erklärung, die der Fernsehsender VTV ausstrahlte, sagte Generalmajor Wilfredo Medrano:

„Auf venezolanischem Boden werden keine Rauschgifte ausgesät, verarbeitet oder konsumiert.“

Verteidigungsminister Vladimir Padrino López veröffentlichte auf der Plattform X ein Video mit dem Antidrogeneinsatz. Die Aufnahme zeigte, wie Armeeangehörige mutmaßliche Drogenflugzeuge mit Brennstoff begossen und in Brand setzten. Im Begleittext kündigte der ranghohe Militär an, dass Venezuela den Kampf gegen den Drogenhandel fortsetzen und die Oberhand gewinnen werde.

Im August 2025 hatten die USA in der Nähe der venezolanischen Küste mehrere Kriegsschiffe und bis zu 15.000 Soldaten konzentriert, um angeblich gegen den Drogenschmuggel nach Nordamerika vorzugehen. Im Zuge der Operation mit dem Codenamen „Südlicher Speer“ wurden zahlreiche mutmaßliche Drogenboote in der Karibik und im Pazifik versenkt. Dutzende Menschen fielen diesen Attacken zum Opfer. Obwohl Venezuelas Präsident Nicolás Maduro jede persönliche Beteiligung am Drogenhandel zurückwies, wurde er am 3. Januar 2026 zusammen mit seiner Frau Cilia Flores bei einem US-Angriff auf das südamerikanische Land festgenommen. Vor der kinoreifen Verhaftung hatte die venezolanische Führung behauptet, dass das wahre Ziel der US-Militäroperation nicht die Drogenbekämpfung, sondern die Aneignung von Bodenschätzen, allem voran Erdöl, sei.

Mehr zum Thema ‒ Venezuela stolz auf sein Modell der Drogenbekämpfung: 39 Drogenflieger seit Januar 2025 zerstört

Abbildung des Banners Denkanstoß statt Denkverbot
Nach oben scrollen