Kaum im Anlernberuf Politik angekommen, ändert sich die Perspektive. Einmal OBEN schaut der Funktionär nur noch nach UNTEN. Weiter OBEN nimmt nicht die Übersicht zu, sondern der Abstand nach UNTEN. Wird wie aktuell in Österreich die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel gesenkt, gilt der Blick von OBEN nicht der Frage, was zu den Grundnahrungsmitteln zählt, oder wie viel weniger Geld der Staat dem Bürger abnehmen darf, soll der noch über die Runden kommen. Nein, sondern auf wie viel Steuereinnahmen man OBEN „verzichten“ kann. Knapp fünf Prozent statt zehn auf Grundnahrungsmittel wären laut Nationalbank 1,2 Milliarden weniger. Wir geben nur 400 Millionen, sagte OBEN. Dann mischte OBEN dem Brei noch etwas Volkserziehung bei, senkte für Brot, Milch, Eier, Butter, Gemüse, Kernobst, Nudeln und Reis die MWSt, während auf Speieseöle, Fleisch, Bananen, Käse weiter 10 Prozent zu zahlen sind. 100 Euro im Jahr soll der Bürger so sparen? Nein, natürlich nicht. Dieser „Verzicht“ OBEN kostet UNTEN in Wahrheit netto mehr, nicht weniger. Denn OBEN macht eine „Gegenfinanzierung“ mit neuen Steuern wie Plastikabgabe, Paketabgabe für Sendungen aus Drittstaaten wie China und wer weiß was noch.

Der Beitrag Einmal OBEN schau’n sie nur noch runter – den Alltag UNTEN kennen sie nicht erschien zuerst auf Tichys Einblick.

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