Das Justizspektakel um die Anklage des entführten venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau stellt an Dreistigkeit alles in den Schatten, was man aus kommunistischen und nationalsozialistischen Schauprozessen gewohnt war. Es ist eine Verhöhnung des internationalen und nationalen Rechts, von in der Neuzeit nicht dagewesenen Ausmaßes.
Von FRANZ FERDINAND | Offenbar hält sich Trump für Gottvater selbst, oder leidet unter einem Cäsarenwahn! Er legt einfach je nach Bedarf seine eigenen Regeln fest! Dies ist eine neue, sehr kreative „regelbasierende Ordnung“
- Donald Trump maßt sich an, über Staatsbürger eines fremden Staates wegen mutmaßlicher Handlungen nach US-amerikanischen „Recht“ zu urteilen, die diese in ihrem Heimatland begangen haben sollen. Wenn, dann kann so eine Verhandlung nur vor einem venezolanischen Gericht, oder vor einem internationalen Gerichtshof stattfinden, nicht aber vor einem US-amerikanischen Gericht nach US-amerikanischen Recht.
- Donald Trump spricht den venezolanischen Präsidenten das Recht auf Immunität ab, mit der Behauptung, dass er durch Wahlfälschung die Regierungsmacht erlangte. Dies zu beurteilen steht wohl nur einem venezolanischen Gericht zu!
- Jeder weiß, dass die Vorwürfe Drogenhandel und Sprengstoffbesitz einfach lächerlich sind.
Es ist unklar, für welche Idioten dieses Theater vor der Weltöffentlichkeit aufgeführt wird! Jeder denkende Mensch weiß, dass es hier um etwas ganz anderes geht
Monroe-Doktrin
Vielfach wird als Begründung für dieses rechtswidrige Theater die „Monroe-Doktrin“ bemüht.
Diese besagte, dass die USA auf den amerikanischen Kontinent keine Kolonialisierung durch die damaligen europäischen Mächte duldete. Dieses Prinzip kann man noch als Hinterhofprinzip interpretieren, wie es auch von Russland in der Ukraine praktiziert wird. Der Unterschied ist bloß der, dass die Ukraine durch ihre Intention der NATO beitreten zu wollen für Russland eine Bedrohung darstellt. Venezuela hingegen, hat wohl engste Verbindungen mit China, eine militärische Bedrohung geht jedoch von Venezuela für die USA, so wie seinerzeit von Kuba, nicht aus. Die Monroe-Doktrin betraf jedoch nicht wirtschaftlichen Handel und Wandel! Die China-Connection dürfte jedoch der Hauptgrund für die Entführung von Maduro sein.
Das Ende des US-amerikanischen Empires
China bedroht die USA zwar nicht militärisch, auch wenn Donald Trump ständig von einem Krieg gegen China spricht. China bedroht jedoch die Dollarhegemonie und um die geht es wirklich in diesem Konflikt.
Zur Erklärung:
Nach dem Zusammenbruch des Bretton-Wood-Systems 1971, also der Goldbindung des Dollars, wegen der hemmungslosen Gelddruckerei der FED zur Finanzierung des Vietnamkrieges, wurde Saudi-Arabien dazu gebracht Öl ausschließlich in Dollar zu verkaufen. Es etablierte sich das Petrodollar System. Jeder Akteur musste Dollar haben um Öl zu kaufen. Damit entstand ein gewaltiger, weltweiter Bedarf an Dollar, den die FED durch Gelddrucken deckte. Die sich akkumulierenden Dollarbestände mussten dann in US-amerikanische Schuldverschreibungen (Bonds) gesteckt werden. So konnte die USA auf Kosten der Weltgemeinschaft endlose Kriege finanzieren. Es war eine Art Tributsystem, bei dem die USA für frisch gedrucktes Geld Waren aus aller Welt importieren konnte. Dieses System führte zu der gewaltigen Überschuldung der USA (derzeit 38 Billionen Dollar mit der Aussicht jährlich weitere 2 Billionen Dollar Schulden zu machen). Bisher hatte China, Japan und die Golfstaaten zum Teil diese Schulden finanziert. Jetzt ist aber damit Schluss. Insbesondere auch deshalb, weil Saudi-Arabien Öl auch für Yuan verkauft und somit das Petrodollar System aufgibt, was die Basis für das amerikanische Empire ist. In der Vergangenheit wurden Akteure, die Öl auch in anderen Währungen als den Dollar verkaufen wollten, gnadenlos bestraft. Man erinnere sich an die völkerrechtswidrigen Kriege gegen den Irak und gegen Libyen. Bei Saudi-Arabien ist jedoch ein militärisches Vorgehen zur Erzwingung des Petrodollar Systems offenbar nicht mehr möglich.
Ab jetzt läuft das Spiel in die entgegengesetzte Richtung. Jeder Akteur, der auf überschüssige Dollars sitzt, versucht diese abzustoßen. Dabei wird hauptsächlich Gold, aber auch Silber gekauft. Dies verursachte den gewaltigen Gold-Bullenmarkt. Der Goldpreis stieg im Jahre 2025 um etwa 60 Prozent und wird weiter steigen. Die überflüssigen Dollars fließen zwangsläufig in die USA und werden dort eine Hyperinflation auslösen und somit eine Wirtschaftskrise von epischem Ausmaß verursachen.
Genau das versucht Donald Trump zu verhindern. Deshalb benötigt er die gewaltigen Ölvorräte Venezuelas. Mit etwa 303 Milliarden Barrel nachgewiesenen Reserven sind diese Vorräte die größten der Welt. Damit hofft Trump den Zusammenbruch des Petrodollar Systems noch eine Weile hinaus zu schieben.
Ganz nebenbei versucht Trump das venezolanische Öl buchstäblich zu stehlen: das Öl soll unter amerikanischer Kontrolle exportiert und verkauft werden. Das Geld geht dabei auf Konten, auf die die venezolanische Regierung keinen Zugriff hat. Trump begründet diese Vorgangsweise damit, das Venezuela das venezolanische Öl von Amerika gestohlen hätte. Tatsächlich wurden die venezolanischen Ölfelder vor 50 Jahren verstaatlicht, sowie es in anderen ölproduzierenden Ländern auch geschah.
Die amerikanischen Eliten haben sich bis heute offenbar nicht damit abgefunden, das es ein souveränes Recht jedes Landes auf seine Bodenschätze gibt.
Kann Trump Venezuela kontrollieren?
Die USA ist wegen ihrer Überschuldung außer Stande noch einen Großkrieg mit hunderten Milliarden, oder sogar Billionen Kosten zu führen. Aus genau diesem Grund ist Trump auch aus dem Ukrainekrieg ausgestiegen. Jetzt hofft Trump durch die Entführung Maduros Venezuela auf einen proamerikanischen Kurs zu bringen, nachdem dieses Land jahrelang durch Sanktionen wirtschaftlich stranguliert wurde. Eine derartige Vorstellung ist jedoch naiv und kindisch. Glaubt Donald Trump ernsthaft, dass man ein ganzes Land durch die Entführung seines Präsidenten erpressen kann? Das politische System Maduros bleibt intakt und ist nur durch Drohungen nicht zu ändern.
In der Zwischenzeit wird in Venezuela bereits Jagd auf all die Verräter gemacht, die die Entführung Maduros ermöglichten. Im ganzen Land gibt es Proteste gegen die USA (siehe https://amerika21.de/2026/01/280420/weltweite-demonstrationen).
Venezuela ist etwa so groß wie Deutschland, Frankreich und Österreich zusammen. Die Ölvorräte liegen im Zentrum des Landes im Dschungel. Es würde ein leichtes sein, amerikanische Ölkonzerne zu terrorisieren und deren Tätigkeit zu verunmöglichen. Ohne „boots on the ground“ US-amerikanischer Truppen ist die Sicherung der Ölausbeute unmöglich. Damit würde dieser Raubzug von venezolanischem Öl aber zu einer Milliarden- oder sogar Billionendollargrab so wie all die anderen US-amerikanischen Kriege davor, werden. Genau das war es, was Trump verhindern wollte und das Gegenteil dessen, was er versprochen hat!
Somit kann dieses Unternehmen nur mit einem vorhersehbaren Desaster enden. Donald Trump wird unfreiwillig zum besten Propagandisten der BRICS-Gruppe, weil er genau das macht, wogegen sich diese Gruppe zur Wehr setzen will!
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