Von RAINER K. KÄMPF | Der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) der EU ist seiner Zeit weit voraus. Die Behörde schickt sich an, die Europäische Union schneller und effektiver ins historische Nirwana zu katapultieren, als das ausgewiesene Skeptiker des völkerfeindlichen Molochs jemals fertigbringen könnten.
Nicht ohne Grund wird davor gewarnt, daß die Kriegsbesessenheit der willigen Führer in der Union eine Ausweitung des Konfliktes zur Folge haben könne. Verantwortungsbewußtes Handeln hätte zwingend zur Folge, alles, wirklich alles dafür zu tun, die noch intakten diplomatischen Kanäle zu nutzen, um die Lage zu entschärfen. Die Drähte sollten glühen und absolut jede Initiative, auf welcher Ebene auch immer, bedarf der uneingeschränkten Unterstützung.
Und wie handelt der diplomatische Dienst der Europäischen Union?
Er versendet Depeschen mit „Anweisungen zur Kommunikation mit russischen Diplomaten“ an die ständigen Vertretungen der Staaten bei den Vereinten Nationen in Genf. Anweisungen, die europäische Gesandte auffordern, Veranstaltungen zu meiden, an denen russische Diplomaten teilnehmen. Sollte das unvermeidlich sein, wird dezent darauf hingewiesen, auf keinen Fall mit Russen gemeinsam vor die Kamera zu treten.
„Es wird darauf hingewiesen, dass das Personal der russischen diplomatischen Vertretung bereits die Auswirkungen dieser Maßnahmen zu spüren bekommen hat. So haben sie bei Treffen aufgehört, ihre Hände zu geben, und sogar darum gebeten, die von einer der diplomatischen Vertretungen arrangierte Veranstaltung zu verlassen“, berichten russische Medien.
Entspannungspolitik geht anders. Sie setzte erstmal die Bereitschaft dazu voraus. Was wir erkennen, ist der absolute Wille, die Lage zu verschärfen.
Wieviel Zeit wird wohl vergehen müssen, daß nach einem Ende der selbstzerstörerischen Brüsseler Schicksalsgemeinschaft wieder Vertrauen entstehen kann?
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.
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