Mit der am Donnerstag beschlossenen Abschaffung der Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel treibt die EU wieder einmal ihr übliches perfides Spiel mit den Verbrauchern und deren Gesundheit. Diese sollen in Supermärkten künftig nicht mehr darauf hingewiesen werden, ob sie es mit gentechnisch manipulierten Produkten zu tun haben.

mRNA-Impfungen waren erst der Anfang:
Gen-Fraß jetzt ganz ohne EU-Kennzeichnungspflicht

Darauf einigten sich Vertreter des Europaparlaments und dem Rat der EU-Länder. Die Veränderungen erfolgen mit „Neuen Genomischen Techniken“ (NGT). Durch die sogenannte „Gen-Schere“ oder CRISPR/Cas kann die DNA von Pflanzen präzise bearbeitet und beispielsweise Erbinformation von einer Pflanze in eine andere eingesetzt werden. Pflanzen oder Tiere können damit beliebig gezüchtet werden.

Bei der Pharmalobby knallten natürlich die Sektkorken, nachdem die Abschaffung der Kennzeichnungspflicht verkündet wurde. Die Einigung werde Landwirten helfen, dem Klimawandel die Stirn zu bieten, zur Ernährungssicherheit beitragen und langfristig die Lebensmittelpreise zu stabilisieren, behauptete Bayer-Lobbyist Matthias Berninger. In Asien, Afrika oder Amerika würden diese neuen Techniken „schon sehr willkommen geheißen“.
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Schwere Zeiten für Biobauern

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Öffentlichkeit kein Recht mehr darauf hätte, darüber informiert zu werden, was sie im Supermarkt vor sich hat, um dann selbst zu entscheiden, ob man seinem Körper diese vermeintlichen Wunderwerke zuführen will. Hier kam ausnahmsweise sogar von den Grünen einmal etwas Vernünftiges. Der Europaabgeordnete Martin Häusling sprach von einem „schwerwiegenden Mangel an Transparenz“. Alle Umfragen würden deutlich zeigen, dass der Verbraucher eine Kennzeichnung wolle. Außerdem kämen auf die Biobauern schwere Zeiten zu, da sie in Zukunft weiterhin garantieren müssten, dass ihre Produkte frei von Gentechnik seien. Man verweigere ihnen aber ja im Grunde genommen die Informationen. Wie solle ein Biobauer wissen, was der Nachbar anbaute? Der Aufwand werde erheblich sein und stelle „eine Gefahr für den Biolandbau insgesamt dar“, so Häusling.

Genau wie bei der mRNA-Technologie, wird den Menschen auch hier gegen ihren Willen und ohne sie angemessen zu informieren, etwas aufgezwungen oder eingeflößt, von dem sie entweder nichts wissen oder bei dem man ihnen keine Wahl lässt. Was in ihrem Körper dadurch angerichtet wird, erfahren sie dann eventuell erst, wenn es zu spät ist. Es ist ein weiteres typisches Beispiel dafür, wie europäische Politik heute funktioniert. (TPL)

Dieser Beitrag erschien auf journalistenwatch.com, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDEINKOOPERATION



 

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