Durch ein Forscherteam um Dr. Nadia McMillan vom Lahey Hospital & Medical Center in Massachusetts wurde im Fachjournal The Neurohospitalist einen „ungewöhnlichen Fall“, veröffentlicht.
Eine 30-jährige Frau hatte nach der ersten Dosis des Moderna-COVID-19-Impfstoffs binnen drei Wochen schwere neurologische Komplikationen, die schließlich zum Tod geführt hatten.

Multiple Thrombosen

Nach der Impfung hatte die Patientin zunächst über starke Kopfschmerzen geklagt. Drei Wochen später war sie mit zunehmender Verwirrtheit und subakuten Kopfschmerzen stationär aufgenommen worden, wie auch Sage Journals berichtet hatte.
Bildgebende Verfahren hatten multiple kortikale Thrombosen und einen deutlich erhöhten Hirndruck gezeigt. Trotz einer externen Ventrikel- Drainage war der Druck dennoch hoch geblieben. Schließlich musste eine Hemikraniektomie durchgeführt werden, ein Eingriff, bei dem ein Teil des Schädelknochens entfernt wird, um das Gehirn zu entlasten.

Trotz aller Maßnahmen hatte sich ein therapieresistentes zerebrales Ödem entwickelt, das schließlich tödlich geendet hatte. Die pathologischen Befunde hatten Thrombosen und eine begleitende Entzündungsreaktion gezeigt.

Das Ärzteteam hatte „freilich“ betont, dass es sich um eine zeitliche Korrelation gehandelt hatte, nicht um einen bewiesenen Kausalzusammenhang.

Dazu schreiben nun die Autoren wie folgt.

„Ihr medizinisches Team vermutete, dass der mRNA-Impfstoff möglicherweise zu diesem Krankheitsbild beigetragen haben könnte.“

Ziel der Veröffentlichung sei nicht, generelle Risiken von mRNA-Impfstoffen zu postulieren, sondern klinisches Bewusstsein für seltene neurologische Komplikationen zu schaffen.

„Medizinisches Resümee“

Nach Angaben der Autoren existieren angeblich bisher nur sehr wenige Berichte über arterielle Thrombosen nach mRNA-Impfung. In den meisten Fällen werden venöse Thrombosen oder immunvermittelte Reaktionen beschrieben.

Der Fall zeige, dass auch nicht-venöse thrombotische Prozesse auftreten können, wenngleich auch offenbar extrem selten.
Solche Publikationen sollen Ärzten helfen, ungewöhnliche Symptome früh zu erkennen und korrekt zu behandeln.

Der Bericht „Fatal Post COVID mRNA-Vaccine Associated Cerebral Ischemia“ beschreibt einen tragischen, aber angeblich isolierten Einzelfall, der weitere wissenschaftliche Untersuchungen zur Pathophysiologie mRNA-basierter Impfstoffe anregt.

Die Autoren halten dazu, „freilich höchst vorsichtig“ fest, „Komplikationen sind selten, aber Kliniker sollten auf Präsentationen wie diese aufmerksam gemacht werden.“



 

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