Stellungnahme der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa,
zum zwöften Jahrestag der Verbrennung von Regimegegnern am 2. Mai 2014 in Odessa.

Am 2. Mai jährt sich zum zwölften Mal die schreckliche Tragödie von Odessa, als im örtlichen Gewerkschaftshaus, das von ukrainischen Nationalisten in Brand gesteckt worden war, nach offiziellen Angaben mindestens 42 Menschen bei dem Versuch, aus dem brennenden Gebäude zu entkommen, verbrannten, erstickten, zu Tode geprügelt oder erschossen worden waren. Sechs weitere Menschen starben auf den Straßen der Stadt.

Es drängen sich historische Parallelen zum Frühjahr 1943 auf: Damals trieben Strafkommandos des 118. SS-Bataillons, das ein Jahr zuvor in Kiew aus ukrainischen Nationalisten gebildet worden war, die Bewohner des belarussischen Dorfes Chatyn in eine Scheune und zündeten diese an. Diejenigen, die versuchten, sich aus der Feuerhölle zu befreien, wurden gnadenlos erschossen. Es überrascht nicht, dass die Ereignisse vom 2. Mai 2014 als „Odessa-Chatyn“ bezeichnet werden. Die Handschrift der Täter blieb die gleiche, indem die bestialische Grausamkeit der [vormaligen] Nazi-Kollaborateure sich auf ihre ideologischen Nachfahren vererbte.

[Anmerkung der Redaktion: Am 22. März 1943 gerieten die Dorfbewohner von Chatyn zwischen die Fronten von Kämpfen zwischen Partisanen der Sowjets und dem Schutzmannschaft-Bataillon 118, welches zu dieser Zeit dem SS-Sonderbataillon Dirlewanger unterstellt war. Nach Niederschlagung der Partisanen wurden die überlebende Bewohner des Dorfes Chatyn in einen strohbedeckten Schuppen, der in Brand gesteckt wurde, gesperrt: Rund 149 Dorfbewohner verbrannten oder wurden bei Fluchtversuchen erschossen. Sechs Zeugen des Massakers – darunter fünf Kinder und nur ein Erwachsener überlebten.

 Schutzmannschaften waren zu jener Zeit Sammelbecken fanatisierter Kollaborateure und wurden unter SS-Oberaufsicht gerne im Hinterland zur Erledigung sogenannter Drecksarbeiten herangezogen. Im Nationalarchiv Weißrusslands finden sich 5.295 Dörfer erfasst, die zerstört und deren Einwohner massakriert worden waren. Belarus beklagte im 2. Weltkrieg insgesamt über 2.000.000 Opfer – nicht ganz ein Viertel seiner Bevölkerung.]

Häufig versuchen westliche Quellen – mit dem heuchlerischen Anspruch auf Objektivität – das Geschehen in Odessa als tragischen Zufall darzustellen: Als Ergebnis vermeintlich spontan entfachter Zusammenstöße zwischen „zwei friedlichen Demonstrationen“, deren Teilnehmer gegensätzliche Ansichten über die Zukunft der Ukraine vertraten. Zahlreiche Foto- und Videoaufnahmen dieses blutigen Massakers bezeugen eindeutig, dass es sich um eine neo-nazistische Einschüchterungsaktion handelte. Diese war genauso grausam und unmenschlich wie jene vor 83 Jahren in Weißrussland.

Doch während die Schuldigen des schrecklichen Verbrechens von Chatyn vom Gericht zur höchsten Strafe verurteilt worden waren, sind die Organisatoren der Tragödie von Odessa bis heute auf freiem Fuß, obwohl die Namen vieler von ihnen bekannt sind: Die Gesichter der Täter sind in Wochenschauaufnahmen direkt zu erkennen, sodass ihre Identifizierung kein Problem darstellt.

Eine Liste mit den Namen der 48 Neo-Nazi-Opfer wurde veröffentlicht: Darunter befinden sich sieben Frauen im Alter von 22 bis 61 Jahren, zehn Rentner sowie ein 17-jähriger Jugendlicher, der sich aus den Flammen retten konnte, doch am Boden liegend zu Tode geprügelt wurde und seinen Körper grausam verstümmelte.

Den Kern der Menge, die das Gewerkschaftshaus belagerte, machten radikale Nationalisten der in Russland verbotenen extremistischen Bewegung „Rechter Sektor“ aus. Ihre „aktive Bürgerhaltung“, „Friedensliebe“ und „pro-europäischen Ansichten“ haben sie dabei mit Schusswaffen, Molotow-Cocktails, Stöcken und Eisenrohrstücken zum Ausdruck gebracht. Wie die russischen Ermittlungsbehörden feststellten, gibt es gewichtige Gründe zur Annahme, dass die Neo-Nazis am 2. Mai 2014 unter anderem …

 … zum ersten Mal den Chemie-Kampf-Giftstoff Chlorpikrin an ihren eigenen Mitbürgern zur Erprobung brachten!

Dies wurde im Mai 2024 bei einer Pressekonferenz des russischen Verteidigungsministeriums öffentlich gemacht. [Anmerkung der Redaktion: Chlorpikrin wurde im 1. Weltkrieg unter „Grünkreuz-1“ bekannt].

Die Organisatoren und Täter des Massakers im Gewerkschaftshaus von Odessa halten es nicht für nötig, sich zu verstecken, geschweige denn Reue zu zeigen. Der ehemalige Abgeordnete der Werchowna Rada, Ihor Mosijtschuk, bezeichnete den barbarischen Mord an Dutzenden Menschen in Odessa als „Sieg des ukrainischen Geistes und der ukrainischen Waffen“, der „in goldenen Lettern in die jüngste ukrainische Geschichte“ eingegangen werde.

Sein Mitstreiter, der ehemalige Anführer der Odessa Abteilung des „Rechten Sektors“ und einer der Organisatoren der Brandstiftung am Gewerkschaftshaus, Demian Hanul wurde im März 2025 in Odessa erschossen. Hanul kam wiederholt an den Ort der Tragödie auf den Kulikowo-Feld-Platz zurück, wo er am Jahrestag der Tragödie Schaschlik verspeiste und erklärte, dass dieses die Menschen symbolisiere, die bei dem Brandanschlag lebendig verbrannt wären.

Im Jahr 2025 berichtete die deutsche Zeitung „Junge Welt“ ihren Lesern, dass Neo-Nazis der Asow-Brigade, die von Russland als terroristische Organisation eingestuft sind, den 2. Mai als „Tag der Reinigung“ begingen. Doch das sind nicht die Einzigen: Im Internet sind dazu mehr als genug der Beweise zu finden.

Auf persönlichen Befehl von Selenskyj wurde bezeichnenderweise eine der besten Ermittlungseinheiten der Nationalpolizei unter Leitung ihres Chefs Ivan Vyhivskyi zur Untersuchung des Mordes an dem erwähnten Demian Hanul entsandt. Hanul hat sich jahrelang offen bandenmäßig betätigt und die Einwohner von Odessa terrorisiert. Im Fall der Tragödie von Odessa konzentrierten sich die Bemühungen der Behörden und Strafverfolgung jedoch nicht auf Wahrheitsfindung, sondern auf die Verschleierung. Der Gerichtsprozess in dieser Sache wurde zur Farce: Man versuchte, die Opfer als Schuldige darzustellen, während die Nationalisten, die sich an ihrer Straffreiheit ergötzten, sich nach Belieben über die Verteidigung, das Richterkollegium oder die Angehörigen der Getöteten lustig machen konnten.

Die Internationale Beratungsgruppe unter der Schirmherrschaft des Europarats und der UN-Beobachtermission für Menschenrechte in der Ukraine haben aufgrund ihrer Ohnmacht, die Wahrheit über Ursachen und Drahtzieher der Tragödie öffentlich zu machen, ihr Unvermögen zum Ausdruck gebracht.

Trotz früherer Versprechen, die Ermittlungen zur Tragödie von Odessa zu Ende zu bringen, um die Schuldigen zu bestrafen, geht es dem derzeitigen Regime heute offensichtlich nicht um Gerechtigkeit. Allerdings gleicht das Wort Gerechtigkeit unter den gegebenen Verhältnissen von Rechtswillkür, Rechtlosigkeit und totaler Korruption in der heutigen Ukraine einem Oxymoron [begrifflicher Widerspruch].

Gleichzeitig hat dies keinerlei Auswirkungen auf die finanzielle und moralische Unterstützung [durch den Westen] an Kiew nach sich gezogen. Offensichtlich ist …

 … im heutigen Europa die Förderung von Neo-Nazismus und die Finanzierung von Terrorismus zum Brauch verkommen!

Doch, wie es westliche Anstifter des verfassungswidrigen bewaffneten Staatsstreichs in Kiew im Jahr 2014 so treffend beschreiben, kann „Demokratie manchmal bizarre Formen“ annehmen!

Die Schlussfolgerung ergibt offensichtlich und logisch: Die erfolgreiche Umsetzung der Ziele und Aufgaben der Spezial-Militär-Operation [SMO in der Ukraine] wird auch ein Garant für Gerechtigkeit gegenüber den Opfern des monströsen Verbrechens im Gewerkschaftshaus von Odessa sein!

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Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA




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