United Aircraft Corporation (UAC) aus Russland und Hindustan Aeronautics Limited (HAL), indischer Produzent von Militärflugzeugen unterzeichneten in Moskau eine Absichtserklärung zur lokalen Fertigung vor Ort in Indien des russischen Superjets 100 (SJ-100).
Russland und Indien reagieren auf den Wirtschaftskrieg
durch den Westen und arbeiten noch enger zusammen
Von REDAKTION | Russland und Indien zeigen sich von den völkerrechtswidrigen Sanktionen westlicher Staaten unbeeindruckt. Auch sind sie nicht bereit, sich von den USA und deren Protektoraten noch länger erpressen zu lassen. Sie entschieden, wie es allerdings nur souveränen Nationen zu eigen ist, dem Westen nur die kalte Schulter zu zeigen:
Russland und Indien verstärken ihre Zusammenarbeit – politisch, wirtschaftlich und militärisch!
Nach den USA im Juni 2022 hatten auch Länder der Europäischen Union, sowie Grossbritannien, Kanada und Schweiz völkerrechtswidrige Sanktionen über UAC verhängen lassen. Dazu gesellten sich jüngst noch US-Drohungen an Indien, gepaart mit der dreisten Forderung seine Ölimporte aus Russland einstellen zu lassen. Doch weder Russland noch Indien sind gewillt…
… sich „Vorschriften“ nach Gutsherrenart von der verbliebenen Meute postkolonialer Mächte noch länger gefallen zu lassen!

HAL arbeitet schon seit langem mit UAC zur lizenzierten Produktion des Kampfflugzeugs Su-30MKI für die indische Luftwaffe zusammen. Künftig wird das Unternehmen auch die Fertigung besagten Zivilflugzeugtyps, der Platz für bis zu 100 Passagiere bietet, für den inländischen Markt vor Ort in Indien aufnehmen lassen.
Dafür bietet UAC das Flugzeugmodell SJ-100 an, welches aus dem Vorgängermodell SSJ-100 von Sukhoi hervorgegangen ist, doch aufgrund des westlichen Sanktionsregimes weitreichend umzukonstruieren war, um in Zukunft alle Import-Komponenten aus dem Westen voll und ganz, sprich nur lokal, ersetzen zu lassen!

Die SSJ-100 (Sukhoi Superjet 100) ist ein Schmalrumpf-Mittelstrecken-Passagierflugzeug, das von importierten Bauelementen sehr stark abhängig ist. Es wurde vom russischen Unternehmen Sukhoi entwickelt und wurde für Kurz- und Mittelstreckenflüge ausgelegt. Es war das erste russische Verkehrsflugzeug, das nach der Auflösung der UdSSR entwickelt wurde und veraltete Modelle, wie Tu-134 oder Yak-42 abzulösen hatte.
Die SSJ-100 wurde im Jahr 2011 in Dienst gestellt. Seitdem wurden 235 Flugzeuge ausgeliefert, wovon etwa 160 Maschinen in Russland im Einsatz stehen.
Der Unterschied zwischen dem Superjet-100 und SSJ-100

Die SJ-100 entspricht ebenso einem Schmalrumpf-Mittelstrecken-Passagierflugzeug. Obwohl es dem Superjet SSJ-100 stark ähnelt, wurde aus der SJ-100 jedoch ein völlig anderes und neues Flugzeug gemacht.
Im Jahr 2019 wurden in Russland aufgrund der Sanktionen des Westens umfangreiche Arbeiten zur Importsubstitution aufgenommen, um ausländische Komponenten vollständig ersetzen zu lassen. Das Projekt zog einen enormen technischen Aufwand nach sich, weil davon nicht nur Einzelteile, sondern alle Systeme des Flugzeugs davon direkt bzw. auch indirekt betroffen waren. Man kann besagte Aufgabenstellung nahezu mit der Konstruktion eines völlig neuen Flugzeugs vergleichen.
Zunächst hieß das neue Flugzeug Sukhoi Super Jet 100 R. Später wurde es in SSJ NEW umbenannt. Im Juli 2023, als der Hersteller auf NPO Yakovlev überging, wurde das Flugzeug in SJ-100 – ohne das erste „S“ von „Sukhoi“ – unbenannt und jener Name als offizielle und nunmehr neue Typen-Bezeichnung endgültig festgelegt.
Gemäß internationaler Erfahrung benötige die Entwicklung eines neuen Passagierflugzeugs 10 bis 12 Jahre:
Der russische Hersteller und seine Zulieferbetriebe schafften es jedoch schon innerhalb von sechs Jahren!
Inzwischen werden bereits drei Prototypen der SJ-100 in Russland im Flugbetrieb getestet. Die Tests müssen erfolgreich abgeschlossen werden, bevor die für das Jahr 2026 geplante Serienproduktion aufgenommen werden kann.
Das neue Passagierflugzeug SJ-100 stellt ein vollständig importsubstituiertes russisches Mittelstrecken-Passagierflugzeug dar, das von allen ausländischen Komponenten befreit worden ist. Letztere werden durch ausnahmslos inländisch hergestellte Komponenten ersetzt…
… von den Sitzen bis zu den Triebwerken, von den Fenstern bis zu den Navigationssystemen!
Der Superjet SJ-100 wurde im Vergleich zum Modell SSJ-100 auch technologisch weiterverbessert:
- Die SJ-100 verfügt über innovative Flügelspitzen mit verbesserter Aerodynamik.
- Die Landeklappen wurden für verbesserte Starts und Landungen vergrößert.
- Ein benutzerfreundlicheres Cockpit mit erweiterten Funktionen wurde geschaffen.
HAL schätzt, dass Indien in den nächsten 10 Jahren etwa 200 Jets dieses Flugzeug-Typs für den inländischen Regionalverkehr und weitere 350 Flugzeuge für Flüge zu internationalen Destinationen im Indischen Ozean benötigen werde.
HAL sieht die SJ-100 als „bahnbrechend“ für den zivilen Luftfahrtsektor Indiens und wies darauf hin, dass weltweit bereits mehr als 200 Flugzeuge des Vorgängermodells bei 16 kommerziellen Flug-Betreibern im Einsatz stehen.
„Diese Zusammenarbeit ist ein historischer Schritt in Richtung eines autarken Indiens auf dem Gebiet der zivilen Luftfahrt“, sagte ein HAL-Vertreter und bezeichnete die Kooperation als strategischen Meilenstein, der Indiens Luft- und Raumfahrt stärken, qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und das Wachstum über die gesamte private Lieferkette beleben werde.
„Die Zusammenarbeit zwischen HAL und UAC ist das Ergebnis gegenseitigen Vertrauens zwischen den Unternehmen. Es ist ein Schritt zur Verwirklichung des Traums eines unabhängigen Indiens im Bereich der Zivilluftfahrt“, erklärte ein Sprecher des indischen Flugzeugbauers in einer Stellungnahme voll Zuversicht.
Der Leiter der IT-Abteilung der regierenden indischen Bharatiya Janata Partei, Amit Malviya erklärte, dass jenes Abkommen Indiens Ambitionen, um ein globaler Produktionsstandort zu werden, massgeblich voranbringen werde: „Damit wird Indien den globalen Zivilluftfahrtmarkt, der lange Zeit von Airbus (Europa) und Boeing (USA) dominiert war, betreten“, schrieb Malviya in einem Posting auf X.
Sollten in Zukunft Hersteller aus Westeuropa von weiteren Umsatzrückgängen betroffen werden, so können sich die Leidtragenden, sprich die gesammelten Belegschaften jener Betriebe, bei ihren atlantischen „Dienstherren“, die man vielfach bisher nur mit leuchtenden Augen anzuhimmeln pflegte, einmal mehr nur bedanken.
Zugleich könnten sich die Opfer aus der Wirtschaft dann in aller Ruhe und Stille überlegen, ob ihre Kreuzchen bei den letzten Wahlen wohl auch die richtigen waren?
***

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.
UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.





